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Bodo H. Hausers Tod: Arzt suspendiert

Im Juli 2004 starb der TV-Journalist Bodo H. Hauser ("Hauser und Kienzle") bei einer Routine-OP. Der behandelnde Arzt - ein persönlicher Freund Hausers - wurde jetzt suspendiert.

Das Krefelder Klinikum trennt sich von dem ehemaligen Arzt des TV-Journalisten Bodo Hauser (58, "Hauser und Kienzle"). Der Aufsichtsrat des Klinikums beauftragte am Mittwoch die Geschäftsführung, das Arbeitsverhältnis mit dem Professor und Klinikdirektor "schnellstmöglich zu beenden". Bis dahin ist der Mediziner von seinen Pflichten supendiert.

Der Arzt, der ein enger Freund Hausers war, habe persönlich die Verantwortung für den Vorfall übernommen und selbst um seine Suspendierung gebeten. Gegen den Chirurgen wird auch wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Eine Gutachterkommission hatte festgestellt, dass Hausers Tod bei einer Routine-Operation am Darm auf einen Behandlungsfehler des Arztes zurückzuführen ist.

Bodo Hauser war nach der Operation am 23. Juli 2004 gestorben. Laut Gutachten war bei dem Eingriff am Darm mit der so genannten "Schlüsselloch"-Technik ein Gefäß verletzt worden. Der verantwortliche Operateur habe den dadurch verursachten "enormen Blutverlust" trotz alarmierender Messwerte 14 Stunden zu spät erkannt. Das Blut war in den Bauchraum gesickert und Hauser schließlich an Lungenversagen gestorben.

DPA / DPA
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