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Kolumbien Anweisung beim Bungee-Jumping falsch verstanden: Frau springt ungesichert in den Tod

Eine junge Frau steht mit ausgebreiteten Armen und Sicherheitsgeschirr auf einer Absprungplatte
Für Yecenia Morales sollte es ihr erster Bungee-Sprung werden (Symbolbild)
© Darryl Leniuk / Getty Images
Bei ihrem ersten Bungee-Sprung verstand eine junge Frau die Anweisungen der Mitarbeiter:innen falsch. Anstatt ihres Freundes, der eigentlich gemeint war, sprang sie von der Plattform, obwohl sie noch nicht abschließend gesichert worden war.

Es sollte ihr erster Bungee-Sprung werden: Yecenia Morales und ihr Freund waren extra in die kleine Gemeinde Amagá im Norden Kolumbiens gereist, um sich dort mit einem Gummiseil gesichert rund 45 Meter in die Tiefe zu stürzen. Das Viadukt in der Gemeinde ist ein beliebter Ort für Extremsportler:innen, um einen Sprung zu wagen und ein Abenteuer mit nervenaufreibendem Adrenalinkick zu erleben. Zu diesen wollten auch Yecenia Morales und ihr Freund zählen. 

Doch es kam anders: Als die Mitarbeiter:innen des Bungee-Jumping-Anbieters dem Freund der jungen Frau das Signal gaben, dass er nun springen könne, verstand die 25-Jährige die Anweisung falsch und sprang kopfüber in die Tiefe. Der tragische Fehler: Während ihr Freund bereits gesichert war und das lebensrettende, den Sturz abfedernde Bungeeseil an seinen Füßen trug, war Yecenia Morales bei ihrem Sprung noch völlig ungesichert. Der Bürgermeister der Gemeinde Fredonia, Gustavo Guzmán, erklärte der größten kolumbianischen Tageszeitung "El Tiempo": "Sie war verwirrt. Das Signal erlaubte dem Freund zu springen, weil er bereits an der Sicherheitsausrüstung befestigt war. Sie [die Mitarbeiter:innen] hatten ihr nur den Gurt angelegt, also wurde sie verwirrt und überstürzte es."

Untersuchung eingeleitet

Ihr Freund eilte der jungen Anwältin umgehend zu Hilfe und fand sie als Erster im Tal unter dem Viadukt, von dem Yenecia Morales gesprungen war – doch seine Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos. Eintreffende Feuerwehrleute konnten nur noch ihren Tod feststellen. Laut des medizinischen Berichts erlitt die junge Frau vermutlich bereits vor ihrem Aufprall einen Herzinfarkt. Ihr Freund steht unter Schock und muss weiterhin aufgrund der Verletzungen behandelt werden, die er sich zuzog, als er auf schnellstem Wege in das Tal unter dem Viadukt hinabeilte, um seine Freundin zu retten. Laut "DailyMail" haben die örtlichen Behörden eine Untersuchung eingeleitet, nachdem es zu Behauptungen gekommen war, dass zwei Unternehmen, die auf dem Gelände Dienstleistungen anbieten und die entsprechende Ausrüstung bereitstellen, dazu nicht befugt und unlizenziert waren. 

Quellen: "DailyMail" / "El Tiempo"

as

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