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China: Max Planck bietet Mädchen an

Die altehrwürdige und hochseriöse Max-Planck-Gesellschaft sorgt in China für Gelächter. Auf dem Titelbild der neuesten Ausgabe ihres Magazins "MaxPlanckForschung" sollen Schriftzeichen eigentlich nur auf das Titelthema China hinweisen - stattdessen wird auf chinesisch für "heiße Mädchen" geworben.

Die Max-Planck-Gesellschaft aus München ist in chinesischen Internetforen zum Gespött geworden. "Ich hätte nicht gedacht, dass Deutsche soviel Humor haben", schreibt etwa ein Nutzer. Im Visier: das Titelbild des Magazins "MaxPlanckForschung". Dort versprechen chinesische Schriftzeichen äußerst zweideutig heiße Mädchen aus Nordchina. Die Blattmacher hatten die Schriftzeichen zur Illustration des Titelthemas "Fokus China" auf das Cover gehoben.

Die Max-Planck-Gesellschaft erklärte, sie bedauere den Fehler sehr. Das Foto sei einer Bildagentur abgekauft worden, die es seit zehn Jahren im Bestand führe, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. "Die haben es schon mehrfach verkauft." Die Information lautete lediglich "altchinesische Zeichen". Überdies habe eine Sinologin den Text als unbedenklich eingeschätzt. "Wir haben aber keine Sprachwissenschaften betrieben", so Beck. Altchinesisch stelle eine Falle dar: Die Zeichen seien für sich genommen "komplett harmlos", erst im Kontext ergebe sich der erotische Bezug. Die Institute seien gebeten worden, die Magazine zurückzuschicken. Alle Titelbilder seien mit unverfänglichen Schriftzeichen überklebt worden.

DPA / DPA