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Drogenboss "El Chapo" schmipft über Knast-Fernsehen

Drogenboss El Chapo, fotografiert mit einer Gefängnistafel, auf der seine Insassennummer notiert ist
Die Anwälte von "El Chapo" haben auch während seines Gefängnisaufenthalts gut zu tun
© Picture Alliance/AP Photo
Zu viele Nashörner im Fernsehprogramm: Der mexikanische Drogenboss "El Chapo" beschwert sich über seine Haftbedingungen. Seine Anwälte sehen einen Verstoß der Menschenrechte und fordern Amnesty International zum Handeln auf. 

Erst im Januar wurde der inhaftierte Drogenboss Joaquín Guzmán, besser bekannt als "El Chapo" ("der Kleine"), in die USA ausgeliefert, nachdem er zum wiederholten Male aus dem mexikanischen Gefängnis ausgebrochen war. 

Einem US-Magazin zufolge soll sich "El Chapo" nun über die Bedingungen seiner amerikanischen Haft beschwert haben: Im Freizeitraum seines Gefängnisses werde fast immer eine Dokumentation über Nashörner gezeigt, im Wechsel mit nur einem anderen Film. Das geht aus einer Beschwerde seiner Anwälte hervor, die dem Magazin "tmz" vorliegt. Außerdem sei der Heimtrainer, auf dem der Drogenboss gern trainiere, so aufgestellt, dass er mit dem Rücken zum Fernseher sitze.

"El Chapos" Anwälte fordern Untersuchung

So müsse sich der einst international gesuchte Verbrecher immer entscheiden, ob er seine tägliche Stunde in dem Freizeitraum stehend vor dem Fernseher verbringt oder trainierend mit dem Rücken zu der Tier-Dokumentation. Seine Anwälte sehen darin wohl einen Verstoß gegen die Menschenrechte: Sie forderten laut dem Bericht Amnesty International auf, "El Chapos" Haftbedingungen zu untersuchen. Guzmán war im Januar 2016 in Mexiko verhaftet und ein Jahr später an die USA ausgeliefert worden, wo er jetzt im Gefängnis sitzt.

sve DPA

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