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News von heute: Rhein-Kirmes in Düsseldorf wegen Unwetter unterbrochen

Tote bei Flugzeugabsturz in Bruchsal +++ Gondelbahn fällt aus – knapp 200 Menschen evakuiert +++ Polizei will Migranten-Bus anhalten – Fahrer springt aus der Tür +++ Die News von heute im stern-Ticker.  

Kirmes Düsseldorf Unwetter

Riesenrad auf der Düsseldorfer Kirmes bei Nacht

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Rhein-Kirmes in Düsseldorf wegen drohender Unwetter unterbrochen (16 Uhr)
  • Flugzeugabsturz in Baden-Württemberg – mehrere Tote (13.46 Uhr)
  • Hacker kapern Account von Scotland Yard – um Freilassung von Rapper zu erzwingen (12.57 Uhr)
  • Polizei will Migranten-Bus anhalten – Fahrer springt aus der Tür (11.42 Uhr)
  • Gondelbahn fällt aus – knapp 200 Menschen mit Helikoptern evakuiert (10.21 Uhr)
  • Dutzende Migranten überwinden Grenzzaun zu spanischer Exklave Melilla (04.04 Uhr)
  • "El Chapo" tritt Haftstrafe in Hochsicherheitsgefängnis an (02.12 Uhr)
  • Mindestens 17 Tote durch gepanschten Schnaps in Costa Rica (01.07 Uhr)


Die Nachrichten des Wochenendes:  

+++ 17.13 Uhr: Reedereichef: Besatzung von "Stena Impero" geht es gut +++

Die 23 Besatzungsmitglieder des vom Iran festgesetzten britischen Öltankers "Stena Impero" sind nach Angaben ihrer Reederei wohlauf. "Der Besatzung geht es den Umständen entsprechend gut", sagte der Chef des Schifffahrtsunternehmens Stena Bulk, Erik Hånell, dem schwedischen Sender SVT in Göteborg. Gleichzeitig dementierte Hånell Berichte, wonach sich das Schiff während des Zwischenfalls am Freitag in iranischen Gewässern befunden habe. "Es war in internationalem Gewässer. Wir haben Transponder auf dem Schiff, damit wir die ganze Zeit wissen, wo es sich befindet", sagte er. Der Nachrichtensender Sky News berichtete am Samstag, die "Stena Impero" sei in den Gewässern des Omans gestoppt worden.

Hand mit einem verschlossenen Glas

+++ 16.56 Uhr: Tory-Politiker hält vertragslosen Brexit für wahrscheinlich +++

Der Alterspräsident des britischen Unterhauses, Kenneth Clarke, hat vor einem vertragslosen harten Brexit gewarnt. "Es wird zunehmend wahrscheinlich, dass Großbritannien tatsächlich am 31. Oktober die EU ohne Abkommen verlässt", sagte der Tory-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag". Clarke verwies dabei auf Ankündigungen von Ex-Außenminister Boris Johnson während des parteiinternen Wahlkampfs bei den Konservativen. Viele von Johnsons Äußerungen seien "derart unbesonnen, dass die Gefahr besteht, dass er sich in der No-Deal-Falle wiederfindet". Johnson hatte angekündigt, sein Land am 31. Oktober aus der EU zu führen - notfalls auch ohne Deal. Am Dienstag soll das Ergebnis der Abstimmung unter den rund 160.000 Tory-Mitgliedern für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May bekannt gegeben werden. Johnson gilt als Favorit.

+++ 16.52 Uhr: Geplante Demonstration der Identitären Bewegung in Halle abgesagt +++

Der geplante Demonstrationszug der rechtsextremen Identitären Bewegung in Halle ist abgesagt worden. Das habe die Versammlungsbehörde am Samstagnachmittag entschieden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Grund seien Sicherheitsbedenken. Ursprünglich wollten die Anhänger der Bewegung in der Nähe ihres Hauses in Halle in Sachsen-Anhalt, das als Zentrale in Deutschland gilt, durch die Straßen ziehen. Stattdessen versammelten sie sich bei einem als Sommerfest deklarierten Treffen vor dem Gebäude. Nach ersten Polizeiangaben waren rund 250 Anhänger der Bewegung vor Ort. Mit Sitzblockaden und lautstarken Protesten stellten sich Hunderte Menschen dem Treffen entgegen. Zu den Gegenprotesten kamen nach Angaben des Veranstalters etwa 3000 Menschen.

+++ 16.16 Uhr: Schon mehr als 350 Monsuntote in Südasien +++

Bei den schweren Monsun-Unwettern in Südasien sind bisher mehr als 350 Menschen ums Leben gekommen. Bis zum Samstag wurden nach Behördenangaben in Indien 184 Tote gezählt, in Nepal waren es 90, in Pakistan 41 und in Bangladesch 37. Auch wenn die Regenfälle inzwischen nachließen und die Pegelstände sanken, war die Lage in vielen Gebieten weiter ernst. In Indien erwischte es die nordöstlichen Bundesstaaten Bihar und Assam am schlimmsten. Je sechs Millionen Menschen waren in beiden Staaten von den Fluten betroffen. In Bihar harrten nach Angaben des Katastrophenschutzes noch fast 115 000 Menschen in Notlagern aus, in Assam waren es über 20 000. Große Ackerflächen, zahllose Häuser und Infrastruktur wurden dort zerstört.

+++ 16 Uhr: Mehr als 20.000 Demonstranten fordern freie Kommunalwahl in Moskau +++

Mehr als 20.000 Demonstranten sind nach Angaben der Nichtregierungsorganisation White Counter in Moskau für eine freie Kommunalwahl auf die Straße gegangen. Die 21.500 Teilnehmer protestierten im Zentrum der russischen Hauptstadt gegen den Ausschluss dutzender Oppositionskandidaten für die im September angesetzte Abstimmung. Bei der genehmigten Kundgebung befanden sich auch mehrere Oppositionspolitiker, darunter der prominente Kreml-Kritiker Alexej Nawalny. Die Moskauer Wahlkommission hatte zuletzt 57 Kandidaten von der Abstimmung ausgeschlossen, darunter nahezu alle Oppositionsanhänger. Die Behörde begründete dies mit formalen Mängeln.

+++ 16 Uhr:  Rhein-Kirmes in Düsseldorf wegen drohender Unwetter unterbrochen +++

Die "Größte Kirmes am Rhein" in Düsseldorf ist wegen Unwettergefahr unterbrochen worden. Kirmesplaner Thomas König teilte mit, alle Attraktionen von der Achterbahn bis zum Freifallturm seien dabei, den Betrieb einzustellen. Die Festwiese werde geräumt. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor unter anderem für Düsseldorf für die Zeit bis 16 Uhr vor schweren Gewittern gewarnt und empfohlen den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden. Laut Feuerwehr bleibt das Volksfest bis gegen 19.30 Uhr geschlossen.

+++ 15.44 Uhr: Zwei Beinkeller im Vatikan auf der Suche nach vermisstem Mädchen geöffnet +++

Auf der Suche nach der vor 36 Jahren unter ungeklärten Umständen verschwundenen Emanuela Orlandi sind im Vatikan zwei Beinkeller geöffnet worden. Aus den Anlagen unter dem deutschen Priesterkolleg wurden mehrere Knochen entnommen, wie der Heilige Stuhl mitteilte. Die Untersuchung der Gebeine wurde demnach an Ort und Stelle begonnen. Wie lang diese dauert, war zunächst nicht absehbar. In Beinkellern oder den überirdisch gelegenen Beinhäusern werden menschliche Knochen aufbewahrt, die etwa aus Platzgründen aus Friedhöfen ausgelagert wurden. Die beiden Anlagen im Vatikan waren erst vergangene Woche entdeckt worden. Die 15-jährige Emanuela Orlandi war am 22. Juni 1983 nicht vom Musikunterricht heimgekehrt. Der Fall gilt als eines der größten Rätsel in der jüngeren italienischen Kriminalgeschichte.

+++ 15.40 Uhr:  Mann in Wien verschanzt sich mit Lebensgefährtin und verletzt sich selbst schwer +++   

In Wien hat sich ein 51-jähriger Mann mit seiner Lebensgefährtin verschanzt und sich schließlich offenbar selbst lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei berichtete, hatte die Lebensgefährtin des Mannes aus einem mehrgeschossigen Wohnhaus um Hilfe gerufen, in dem sich der 51-Jährige mit ihr verschanzt hatte. Sondereinheiten der Polizei hätten daraufhin die Wohnung gestürmt.

Dort fanden die Beamten dem Bericht zufolge den Mann mit einem Messer im Bauch am Boden liegend. "Wir gehen davon aus, dass er sich selbst verletzt hat", sagte ein Polizeisprecher laut APA.

+++ 13.53 Uhr: Vor neuer Demonstration – Hongkonger Polizei findet Sprengstoff +++

Die Hongkonger Polizei hat ein Waffenlager mit zwei Kilogramm Sprengstoff, Brandsätzen, Säure, Messern und Metallstangen zusammen mit Unabhängigkeitspamphleten gefunden. Ein 27-Jähriger wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Die Ermittler untersuchen, ob ein Zusammenhang mit geplanten Protesten an diesem Wochenende in der chinesischen Sonderverwaltungsregion besteht. "Ich denke, es ist ohne Zweifel die größte Menge, die wir jemals in Hongkong gefunden haben", sagte Superintendent Alick McWhirter nach Angaben der "South China Morning Post". Es wurden auch T-Shirts der Hongkonger National Front gefunden, die sich für die Unabhängigkeit des Territoriums ausspricht. Die National Front bestätigte nach Presseberichten, dass der Festgenommene zu der Gruppe gehöre, beteuerte aber, nichts von dem Sprengstoff gewusst zu haben. 

+++ 13.46 Uhr: Flugzeugabsturz in Baden-Württemberg – mehrere Tote +++

In Bruchsal ist am Samstag ein Kleinflugzeug abgestürzt und gegen die Fassade eines Baumarktes geprallt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kamen dabei drei Menschen ums Leben. Wie unter anderem die Lokalzeitung "Badische Neueste Nachrichten (BNN)" und die "Bild" melden, soll es sich um die Insassen des Flugzeugs handeln. 

In der Nähe der Absturzstelle befindet sich laut BNN ein Flugplatz. Wie die Zeitung weiter vermeldet, heißt es in ersten Berichten vom Unfallort, dass sich der Absturz möglicherweise während eines Start- oder Landevorgangs ereignet haben könnte. Das Unglück passierte gegen 13 Uhr.

+++ 13.35 Uhr: Norwegischer Reedereiverband mahnt Schiffe zu Vorsicht im Golf +++

Nach erneuten Zwischenfällen mit zwei Tankern in der Straße von Hormus hat der norwegische Reedereiverband seine Mitglieder zu Vorsicht ermahnt. Man empfehle norwegischen Schiffen wegen der bedrohlichen Lage in der Region, den größtmöglichen Abstand zu iranischen Gewässern zu halten, sagte der Sicherheitsdirektor des Verbandes, John Hammersmark, am Samstag dem norwegischen Rundfunksender NRK. Nach Angaben des Verbandes befinden sich derzeit 38 Schiffe norwegischer Eigentümer im Persischen Golf, acht davon fahren unter der Flagge des skandinavischen Landes.

Der Iran hatte den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" des schwedischen Schifffahrtsunternehmens Stena Bulk am Freitag in der Straße von Hormus gestoppt und unter dem Vorwurf, Vorschriften des Seerechts zu missachten, in einen Hafen eskortiert. Kurz darauf wurde auch der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker "Mesdar" der britischen Norbulk Shipping UK in Richtung Iran abgedrängt. Er konnte seine Fahrt aber später fortsetzen.

+++ 13.12 Uhr: Absturz in Tirol - Pilot soll sich nicht an Flugroute gehalten haben +++

Der Pilot des aus Deutschland stammenden Kleinflugzeugs, das am Donnerstagabend im Tiroler Leutasch abgestürzt ist, soll sich Medienberichten zufolge nicht an die vorgegebene Flugroute gehalten haben. "Wäre er auf Kurs geblieben, hätte er in Tirol in der vorgegebenen Höhe von 5500 Fuß (1700 Meter) sicher passieren können", zitieren österreichische Zeitungen Klaus Hohenauer von der Luftfahrtbehörde der Landesverkehrsabteilung. Das Flugzeug sei nach Westen abgedriftet und habe daher das knapp 3000 Meter hohe Wettersteingebirge nicht passieren können. Der Pilot habe keine Möglichkeit gehabt, über das Gebirgsmassiv zu fliegen. Die Polizei bestätigte diese Darstellung zunächst nicht. 

Rettungskräfte stehen an der Absturzstelle des Kleinflugzeuges in der Leutasch in Tirol.

Rettungskräfte stehen an der Absturzstelle des Kleinflugzeuges in der Leutasch in Tirol. 

DPA

Beim Absturz des Kleinflugzeugs in den Tiroler Alpen nahe der deutschen Grenze waren drei Männer gestorben. Sie kamen wohl alle aus Baden-Württemberg, teilte das dortige Innenministerium mit. Sie sollen 72, 57 und 56 Jahre alt gewesen sein. Das Flugzeug war im Wettersteingebirge gegen eine Felswand geflogen und zerschellte dort. Dann ging es sofort in Flammen auf. Der Absturz hatte sich auf rund 2300 Metern ereignet.

Die Maschine startete im norditalienischen Montichiari und sollte im deutschen Schwäbisch Hall landen. Ob es sich bei den Insassen tatsächlich um jene drei Männer handelt, könne nur ein DNA-Abgleich sicherstellen, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 12.57 Uhr: Hacker kapern Account von Scotland Yard – um Freilassung von Rapper zu erzwingen +++

Unbekannte Hacker haben den Twitter Account der Londoner Polizei geknackt. In etlichen gefälschten Tweets forderten sie am Freitagabend die Freilassung des Rappers Digga D, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Samstag berichtete. Scotland Yard teilte mit, von dem Hack sei nicht ihre IT-Infrastruktur an sich, sondern nur der MyNewsDesk-Account betroffen gewesen, über den Mitteilungen verbreitet würden. Die Ursachen würden noch ermittelt. "Wir entschuldigen uns bei unseren Abonnenten und Followern für die Nachrichten, die sie bekommen haben", hieß es. 

Jordan Bedeau, Isaac Marshall, Yonas Girma (oben, v.l.n.r.) und Micah Bedeau and Rhys Herbert (unten, v.l.n.r.)

Die festgenommenen Rapper Jordan Bedeau, Isaac Marshall, Yonas Girma (oben, v.l.n.r.) und Micah Bedeau and Rhys Herbert (unten, v.l.n.r.)

AFP

Der Drill-Rapper Digga D, alias Rhys Herbert, sei voriges Jahr im Alter von 17 Jahren zusammen mit vier anderen Mitgliedern der 1011 Gang festgenommen worden, als sie mit Baseballschlägern und Macheten ausgerüstet auf dem Weg waren, Rivalen anzugreifen, meldete PA. Der sogenannte Drill-Rap, bei dem oft maskierte und vermummte Männer von Waffen, Drogen und Messerstechereien reden, wird mit einem Anstieg von Gewaltverbrechen in der britischen Hauptstadt in Verbindung gebracht. Digga D und einige Mitrapper hatten schon eine dreijährige polizeiliche Auflage bekommen, keine Musik mit gewaltverherrlichenden Texten zu machen und die Polizei über neue Videos oder Auftritte zu informieren.

+++ 12.21 Uhr: Schwere Luftangriffe im Jemen +++

Jemens Hauptstadt Sanaa ist am Samstag von schweren Explosionen erschüttert worden. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition griff nach eigenen Angaben mehrere Stellungen und Lager der Huthi-Milizen an. Es habe sich um Luftverteidigungs-Stellungen und ein Depot für ballistische Raketen gehandelt, teilte ein Sprecher der Koalition mit. Augenzeugen berichteten von schweren Luftangriffen in verschiedenen Teilen der jemenitischen Hauptstadt. 

Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen hatten 2014 die Kontrolle über Sanaa und große Teile des Nordjemens übernommen. Seitdem werden sie von einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition bekämpft. 

+++ 11.42: Polizei will Migranten-Bus anhalten – Fahrer springt aus der Tür +++

Auf der Flucht vor der Polizei sind bei einem Verkehrsunfall auf einer Autobahn in Nordmazedonien 33 Migranten verletzt worden. Ihr Kleinbus war am Freitag bei Demir Kapija, 45 Kilometer nördlich der griechischen Grenze, führerlos von der Fahrbahn abgekommen und in einen 14 Meter tiefen Graben gestürzt. Zuvor war der Fahrer aus dem Fahrzeug gesprungen, um der Polizei zu entkommen. Das berichtete der Fernsehsender A1 unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Unter den verletzten Migranten seien auch Kinder.

Zu dem Unfall kam es, nachdem eine Polizeistreife auf den Kleinbus aufmerksam geworden war. Die Polizisten wollten ihn anhalten. Der Schlepper, der das Fahrzeug lenkte, versuchte aber zunächst davonzufahren. Als er einsah, dass ihm das nicht gelingen würde, sprang er aus dem fahrenden Kleinbus. Dabei erlitt der 24-jährige nordmazedonische Staatsbürger schwere Verletzungen.

+++ 10.49 Uhr: Meuthen will wieder für AfD-Vorsitz kandidieren +++

AfD-Chef Jörg Meuthen will beim Parteitag im Herbst erneut für den Parteivorsitz kandidieren. "Ich weiß, dass ich sehr viel Rückhalt in der Partei habe", sagte Meuthen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wenn die Unterstützung so bleibt, wie sie ist, kann und will ich mich einer weiteren Kandidatur um den Parteivorsitz nicht verwehren." 

Meuthens Kreisverband Ortenau in Baden-Württemberg hatte den Parteichef und Europaabgeordneten unlängst nicht als Delegierten für den Parteitag aufgestellt. Damit darf Meuthen als Co-Vorsitzender der AfD zwar trotzdem am Parteitag teilnehmen und dort auch sprechen. Er darf aber den neuen Bundesvorstand nicht mitwählen. Meuthen will die Entscheidung des Kreisverbandes aber anfechten. "Das sind einzelne Leute, die mir einen Denkzettel verpassen wollten und das wohl akribisch geplant hatten", sagte er den Funke-Zeitungen. "Die Wahlliste wird allerdings wegen einer Reihe von Fehlern voraussichtlich keinen Bestand haben", prognostizierte Meuthen.

+++ 10.48 Uhr: Gerüchte über radioaktiv belastetes Trinkwasser in Paris +++

Die Behörden in Paris haben Gerüchten in den sozialen Online-Netzwerken widersprochen, wonach das Trinkwasser in der französischen Hauptstadt mit radioaktivem Tritium belastet sei. Die Messwerte hätten keine Risiken für die Gesundheit ergeben, das Leitungswasser könne ohne Einschränkungen getrunken werden, erklärte die Pariser Präfektur am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. 

Die Pariser Wasserwerke dementierten die Gerüchte ebenfalls. Das Trinken des Leitungswassers in der Hauptstadt stelle kein Gesundheitsrisiko dar, hieß es bei Twitter. Tritium sei nur in "unendlich kleinen Dosen" vorhanden und stelle weder kurz- noch langfristig ein Gesundheitsrisiko dar.    

Zuvor hatten mehrere Beiträge in den sozialen Netzwerken vor Belastungen des Leitungswassers mit dem radioaktiven Wasserstoff-Isotop Tritium gewarnt und vom Trinken abgeraten. Eine westfranzösische Organisation hatte am Mittwoch vor einer radioaktiven "Kontaminierung" des Pariser Trinkwassers gewarnt, zugleich aber darauf hingewiesen, dass die Werte die gesetzlichen Obergrenzen nicht überschritten.

+++ 10.44 Uhr: Dicke indonesische Polizisten sollen abspecken +++

Zu dick für die Verbrecherjagd: 50 indonesische Polizisten im Osten der Insel Java müssen abspecken. Sie hätten nun zwei Wochen lang in einer Polizeischule ein hartes Trainingsprogramm zu absolvieren, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. Dazu gehörten Rennen mit Fallschirmausrüstung, Schwimmen und Aerobics. Außerdem bekämen sie psychologische Beratung und einen Diätplan.

Etliche Polizisten brächten 90 Kilogramm auf die Waage, sagte der Sprecher weiter. Dies gilt in Indonesien, wo viele Männer nur 1,60 Meter groß sind, als sehr übergewichtig. Auch der indonesische Polizeichef Tito Karnavian warnte vor den Gefahren der Fettleibigkeit im Dienst. "Angehörige der Polizei dürfen nicht dick sein. Wenn sie zu dick sind, können sie Verbrecher nicht jagen und werden eher auf sie schießen", sagte er.

+++ 10.40 Uhr: Touristen entdecken 50 tote Grindwale auf Island +++

Auf Island sind rund 50 tote Grindwale an einem Strand gefunden worden. Wie der isländische Rundfunksender RÚV berichtete, wurden die Säugetiere am Donnerstag von Touristen aus den USA auf der Halbinsel Snæfellsnes nördlich von Reykjavik entdeckt. Eine US-Touristin hielt den Fund am abgelegenen Strand Löngufjörur per Video fest, das Dutzende leblose Walkörper im Sand zeigte. Die Touristen hatten sich demnach auf einer Hubschraubertour befunden, als sie ihre Entdeckung machten. Sie schalteten die Polizei ein.

Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Warum sie in Massen auf den Strand gerieten und wie lange sie dort bereits lagen, war zunächst unklar. Die Meeresbiologin Edda Elísabet Magnúsdóttir sagte dem Sender, es könne eine Reihe von Gründen dafür geben. Grindwale seien Rudeltiere mit starken sozialen Bindungen, weshalb sie ihre Artgenossen nicht so einfach verließen. Außerdem gebe es in der Gegend starke Strömungen, der flache Meeresboden mache es für Wale zudem schwerer, ins offene Meer zurückzuschwimmen. Róbert Arnar Stefánsson vom Naturhistorischen Institut Westislands sagte RÚV, es sei in den vergangenen Jahren häufiger vorgekommen, dass Wale in der Region strandeten. Einen Grund für das nahezu jährlich auftretende Phänomen sei noch nicht bekannt. Generell geschehen Vorkommnisse wie diese laut Senderangaben regelmäßig in dieser Jahreszeit, die Anzahl der Wale sei jedoch ungewöhnlich.

+++ 10.21 Uhr: Gondelbahn fällt aus – knapp 200 Menschen mit Helikoptern evakuiert +++

Wegen eines technischen Defekts der sogenannten Cabrio-Gondelbahn am Stanserhorn in der Schweiz sind am Freitagabend knapp 200 Menschen mit Hubschraubern ins Tal geflogen werden. Um 18.21 Uhr habe das Überwachungssystem der Bahn, die ein offenes Oberdeck hat, einen Nothalt ausgelöst, teilte der Betreiber mit. Grund sei ein defektes Lager in der Bergstation gewesen. 

Eine Gondel der Stansehorn-Bahn

Die Gondeln der Stansehorn-Bahn haben ein offenes Oberdeck.

Die 27 Passagiere, die sich in den beiden offenen Kabinen befanden, wurden mit einem Notsystem an die Zielstationen gefahren. Gäste, die noch auf dem 1900 Meter hohen Gipfel in der Zentralschweiz waren, wurden mit Helikoptern abgeholt. Es seien zwischen 150 und 200 Menschen gewesen, sagte Stanserhorn-Bahn-Direktor Jürg Balsiger auf Anfrage der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Eine Gefahr für die Betroffenen habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, hieß es.

+++ 10.17 Uhr: Macron für Rumänin Kövesi als Chefin der EU-Staatsanwaltschaft +++

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron unterstützt die Kandidatur der Rumänin Laura Kövesi für das Amt der Chefanklägerin der geplanten EU-Staatsanwaltschaft. Das habe Macron seinem rumänischen Kollegen Klaus Iohannis telefonisch mitgeteilt, erklärte das Präsidialamt in Bukarest am Freitagabend. Macron wolle die Kandidatur des Franzosen Jean-Francois Bohnert für diesen Posten zurückziehen, hieß es weiter aus dem Präsidialamt. 

Laura Kövesi 

Geht es nach Emmanuel Macron, soll Laura Kövesi Chefin der EU-Staatsanwaltschaft werden

DPA

Die neue EU-Staatsanwaltschaft soll ab 2020 arbeiten und vor allem Delikte im Zusammenhang mit der Verwendung von EU-Geldern verfolgen. Für den Chefankläger-Posten hatte sich neben Kövesi und Bohnert auch der Deutsche Andrés Ritter beworben. Das EU-Parlament hatte im Februar dieses Jahres für Kövesi gestimmt und diese Entscheidung vor Kurzem bekräftigt. Endgültig entscheidet sich die Besetzung dieses Postens aber erst nach Verhandlungen zwischen dem EU-Parlament und dem Europäischen Rat. Frankreich und andere EU-Staaten hatten dabei bislang Bohnert unterstützt.

Kövesi hat sich in Rumänien als energische Korruptionsjägerin einen Namen gemacht. Von 2006 bis 2013 war sie Generalstaatsanwältin und danach Chefin der Antikorruptionseinheit der Staatsanwaltschaft DNA. Aus dieser Position wurde die 46-Jährige im Sommer 2018 entlassen - auf Druck der sozialliberalen Regierung, der Kritiker vorwerfen, korruptionsverdächtige Politiker zu unterstützen.

+++ 09.46 Uhr: Wahlen in unsicheren Stammesgebieten in Pakistan angelaufen +++

Unter dem Schutz von 35.000 Soldaten und Paramilitärs haben am Samstag in Pakistan erstmals Regionalwahlen in den unsicheren Fata-Stammesgebieten stattgefunden. Mit einer Verfassungsänderung im Vorjahr waren die Sonderterritorien an der afghanischen Grenze in die Nachbarprovinz Khyber-Pakhtunkhwa eingegliedert worden. Durch die Gebietsreform wählen fast drei Millionen Stimmberechtigte erstmals Abgesandte in das Provinzparlament von Khyber-Pakhtunkhwa. 

285 Kandidaten bewerben sich für die 16 Sitze im Provinzparlament. Viele der sieben Fata-Bezirke hatten lange Jahre Kämpfer von Al-Kaida, pakistanische und afghanische Taliban beherbergt. Bis zum Vorjahr galten in den Stammesgebieten rechtliche und politische Sonderlösungen, die teils noch aus der Zeit der britischen Kolonialherrschaft stammten und zum Beispiel die Sippenhaft vorsahen. Die in der Verfassungsänderung vorgesehenen rechtlichen, administrativen und politischen Reformen ermöglichten Wahlen für das Regionalparlament. Das politische Vakuum in den Gebieten wurde als ein Grund angesehen, warum militante Gruppen in der Region einen sicheren Hafen finden konnten.

+++ 08.53 Uhr: Streit auf Hochzeitsfeier in Niedersachsen ruft Polizei auf den Plan +++

Ein Streit auf einer Hochzeitsfeier hat in Niedersachsen die Polizei auf den Plan gerufen. Die Beamten rückten nach eigenen Angaben in der Nacht zum Samstag in der Gemeinde Cremlingen bei Wolfenbüttel an, nachdem ein Mann seiner Partnerin eine Ohrfeige gegeben hatte. Als die Polizisten den Fall aufnehmen wollten, habe der 47-Jährige "unvermittelt einen unbeteiligten Mann" geschlagen.    

Die Beamten nahmen den Angreifer in Gewahrsam, was jedoch die zuvor von ihm geschlagene Frau aufbrachte. Sie habe "unerwarteten Widerstand" geleistet und versucht, die Festnahme des Mannes zu verhindern, teilte die Polizei mit. Die Beamten holten daraufhin Verstärkung und nahmen das Paar mit. Es kam nach Ausnüchterung wieder frei.

+++ 08.03 Uhr: 50 neue Hinweise bei Suche nach Ex-RAF-Terroristen +++

ach einem neuen Fahndungsaufruf nach drei früheren Mitgliedern der Roten Armee Fraktion (RAF) sind bislang rund 50 neue Hinweise eingegangen. Das teilte das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) in Hannover mit, ohne weitere Details zu nennen. Anfang Juni hatte die Behörde neue, allerdings mehr als 30 Jahre alte Fotos von Daniela Klette veröffentlicht. "Zu den noch laufenden Ermittlungen können wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben machen", sagte ein LKA-Sprecher auf Anfrage. 

Fahndungsvideo: Polizei sucht nach untergetauchten Ex-RAF-Terroristen

Gemeinsam mit den Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub (65) und Burkhard Garweg (50) soll Klette (61) teils mit schwerer Waffengewalt vor allem in Norddeutschland Geldtransporter, Kassenbüros und Supermärkte überfallen haben. Die drei gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Auf ihr Konto sollen auch mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

Nach Jahrzehnten im Untergrund gerieten die drei Linksterroristen nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter im Juni 2016 in Stuhr bei Bremen wieder ins Visier der Polizei. Von den dreien wurden nach der Tat Fingerabdrücke gefunden. Gefahndet wurde im Anschluss in Norddeutschland, den Niederlanden, wohin eine Spur wies, sowie in Spanien, Frankreich und Italien.

+++ 04.04 Uhr: Dutzende Migranten überwinden Grenzzaun zu spanischer Exklave Melilla +++

Etwa 200 Menschen haben gestern versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Enklave Melilla zu stürmen. Etwa 50 von ihnen gelang es nach Angaben der spanischen Behörden, auf spanisches Territorium zu gelangen. Ein Migrant habe sich bei der Aktion ein Bein gebrochen, erklärte ein Sprecher des spanischen Regierungsgesandten in Melilla. Sechs spanische Grenzbeamte seien leicht verletzt worden. 

Fluchtversuch: Afrikaner versuchen mit unglaublichem Trick nach Europa zu kommen

Bereits im Mai waren 52 Migranten bei einem ähnlichen Versuch über den Grenzzaun geklettert. Melilla liegt wie die zweite spanische Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste. Rund um die beiden Städte befinden sich die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Daher versuchen Flüchtlinge immer wieder, von Marokko aus über die Grenzanlagen EU-Boden zu erreichen.

+++ 03.53 Uhr: Opferzahl steigt nach Explosion in chinesischer Gasanlage +++

Die Zahl der Todesopfer ist nach der gewaltigen Explosion in einer Gasanlage in Zentralchina auf zehn gestiegen. Fünf Menschen wurden am Samstag noch vermisst, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. 19 weitere seien schwer verletzt worden. Das Unglück passierte am Freitag in der Gasanlage des Kohleunternehmens Henan Coal Gas Group in Yima, das zur Stadt Sanmenxia in der Provinz Henan gehört.

Die Wucht der Explosion ließ im Umkreis von drei Kilometern Fenster zerbrechen und richtete viele weitere Schäden an, wie Augenzeugen berichteten. Die Ursache ist noch nicht bekannt, Ermittlungen laufen.

+++ 03.04 Uhr: AfD-Chef Meuthen kritisiert Beobachtung der Identitären Bewegung +++

AfD-Chef Jörg Meuthen hat den Verfassungsschutz dafür kritisiert, dass er die Identitäre Bewegung als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft hat. "Mir sind keine Gewaltaktionen der Identitären Bewegung bekannt, wie wir sie aus dem linken Lager kennen", sagte Meuthen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daher könne man sich fragen, "wie gerechtfertigt diese Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist". 

Der Verfassungsschutz hatte die Identitäre Bewegung Deutschland in der vergangenen Woche als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft. Der Inlandsgeheimdienst stellte fest, die Positionen der Bewegung zielten letztlich darauf ab, "Menschen mit außereuropäischer Herkunft von demokratischer Teilhabe auszuschließen und sie in einer ihre Menschenwürde verletzenden Weise zu diskriminieren".

Meuthen räumte Querverbindungen zwischen der AfD und der Identitären Bewegung ein. "Es gibt vereinzelt Leute bei uns, die Kontakte in diese Kreise hinein unterhalten haben", sagte er. Allerdings gelte seit 2016 ein Unvereinbarkeitsbeschluss. "Unvereinbarkeit heißt: Wir haben mit denen nichts gemein, und wir halten maximale Distanz. Wenn Einzelpersonen das nicht befolgen, müssen wir genauer hinschauen."

+++ 02.12 Uhr: Drogenbaron "El Chapo" tritt Haftstrafe in Hochsicherheitsgefängnis an +++

Der mexikanische Drogenbaron Joaquín "El Chapo" Guzmán hat am Freitag seine lebenslange Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado angetreten. Der 62-Jährige sei in der Haftanstalt "ADX Florence" eingetroffen, teilte die US-Gefängnisbehörde mit. 

"ADX" steht für "administrative maximum" und damit für die höchste Sicherheitsstufe. In dem zwei Stunden Autofahrt südlich von Denver gelegenen Gefängnis leben rund 400 Häftlinge. Aufgrund seiner isolierten Lage und den rigorosen Sicherheitsvorkehrungen trägt das Gefängnis auch den Beinamen "Alcatraz der Rockies" - unter Bezug auf die berüchtigte Gefängnisinsel vor San Francisco. 

Guzmán galt einst als der mächtigste Drogenbaron der Welt. Für Schlagzeilen sorgte der langjährige Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells auch durch zwei spektakuläre Gefängnisausbrüche. Ein halbes Jahr nach seiner letzten Flucht im Juli 2015 wurde er in seinem Heimat-Bundesstaat Sinaloa festgenommen und ein Jahr später an die USA ausgeliefert. Dort begann im November sein Prozess. Im Februar wurde Guzmán in sämtlichen Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter wegen Drogenschmuggels in großem Stil, Waffenhandels und Geldwäsche. Als Strafmaß setzte ein New Yorker Gericht am Mittwoch eine lebenslange Haft plus symbolische weitere 30 Jahre fest.

+++ 01.07 Uhr: Mindestens 17 Tote durch gepanschten Schnaps in Costa Rica +++

Mindestens 17 Menschen sind in den vergangenen Wochen in Costa Rica nach dem Konsum von gepanschtem Schnaps gestorben. Seit Juni hätten in verschiedenen Teilen des Landes 13 Männer und vier Frauen im Alter zwischen 32 und 72 Jahren tödliche Methanol-Vergiftungen erlitten, teilte Costa Ricas Gesundheitsministerium am Freitag mit. Knapp 30 000 Flaschen Schnaps von sechs verschiedenen Marken wurden den Angaben zufolge beschlagnahmt. Das Ministerium warnte die Bevölkerung des mittelamerikanischen Landes vor "verdächtigen" Getränken. Wer diese verkaufe, mache sich strafbar.

Methanol entsteht, wenn beim Destillieren von Alkohol nicht richtig gearbeitet wird. Versucht die Leber dann, den Körper vom Alkohol zu entgiften, wird das Methanol zu Formaldehyd und Ameisensäure umgewandelt. Dies kann die Nervenzellen schädigen, zur Erblindung und sogar zum Tod führen.

+++ 1 Uhr: SPD will Geringverdiener mit "Klimaprämie" entlasten +++

In der Debatte um eine CO2-Bepreisung setzt die SPD auf eine "Klimaprämie". Ziel sei es, Menschen mit niedrigem CO2-Verbrauch und insbesondere Geringverdiener zu entlasten, sagte die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer der "Rheinischen Post". "Benzin und Heizöl werden teurer, dafür wird im Gegenzug pro Kopf eine Klimaprämie ausgezahlt." Wer wenig CO2 verbrauche, werde "kräftig profitieren". Dies betreffe insbesondere Menschen mit geringeren Einkommen, "weil sie typischerweise weniger CO2 verbrauchen". Wer das Klima hingegen stark belaste, habe am Ende "weniger in der Tasche", sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.

In der Bundesregierung gibt es parteiübergreifend eine Bereitschaft zur Einführung einer CO2-Bepreisung auch in weiteren Bereichen wie Verkehr oder Gebäudeheizungen. Uneinigkeit besteht allerdings über den Weg dorthin.

+++ 0.51 Uhr: USA loben sieben Millionen Dollar für Hinweise zu Hisbollah-Mann aus +++

Die US-Regierung hat eine Belohnung von bis zu sieben Millionen US-Dollar (rund 6,2 Millionen Euro) für Hinweise zum Verbleib eines mutmaßlichen Terroristen der libanesischen Hisbollah-Miliz ausgeschrieben. Salman Raouf Salman alias Samuel Salman El Reda leite Hisbollahs terroristische Aktivitäten in der westlichen Hemisphäre und sei an Komplotten auf der ganzen Welt beteiligt gewesen, teilte das US-Außenministerium am Freitag mit. Am bekanntesten sei er für seine prominente Rolle bei einem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires im Jahr 1994.

Argentinien hatte die Hisbollah-Miliz am Vortag als Terrororganisation eingestuft und für den Anschlag mit 85 Todesopfern verantwortlich erklärt - ebenso wie für ein Attentat auf die israelische Botschaft in Buenos Aires mit 29 Toten zwei Jahre zuvor. Für beide Anschläge wurden bislang keine Täter verurteilt. Ermittelt wurde gegen mutmaßliche iranische Drahtzieher.

mik / DPA / AFP