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Drogenschmuggel in Laos: Schwangerschaft rettet Britin vor Todesstrafe

Ihr Fall sorgt in Großbritannien für Aufsehen: Samantha Orobator sitzt seit August wegen Verdachts auf Heroinschmuggel in Laos in Haft. Der 20-jährigen Britin drohte die Todesstrafe, doch sie wurde im Gefängnis schwanger und wird deshalb auch bei einer Verurteilung nicht hingerichtet werden.

Die in Laos als Rauschgiftschmugglerin angeklagte schwangere Britin Samantha Orobator wird nicht hingerichtet. Das sagte der Vize-Regierungschef des südostasiatischen Landes, Thongloun Sisoulith, am Donnerstag bei einem Besuch in Bangkok. "Unsere Verfassung verbietet es, Schwangere hinzurichten", sagte er der thailändischen Zeitung "Nation". Die 20-Jährige war im August vergangenen Jahres am Flughafen der laotischen Hauptstadt Vientiane festgenommen worden. In ihrem Gepäck waren nach Angaben der Behörden 680 Gramm Heroin.

Auf den Handel mit mehr als einem halben Kilogramm Heroin steht in Laos die Todesstrafe. Seit 2003 wurden mindestens 39 Menschen hingerichtet. Das Urteil wird im Laufe dieser Woche erwartet. Nachdem Laos und Großbritannien vergangene Woche ein Abkommen über den Austausch von Gefangenen unterzeichnet haben, wird die junge Frau ihre Strafe voraussichtlich in ihrer Heimat absitzen.

Der Fall hatte in Großbritannien für einen Aufschrei der Empörung gesorgt. Die britischen Behörden hatten von dem Schicksal der 20-Jährigen erst erfahren, als sie schon seit Monaten im Gefängnis saß, und das auch nur durch Zufall. Samantha Oborator, die in der ganzen Zeit keinen anwaltlichen Beistand hatte, war im Gefängnis schwanger geworden.

DPA / DPA