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Safari in Simbabwe: Elefant trampelt Jäger zu Tode

Zusammen mit einem Safarigast hat sich Jäger Ian Gibson auf Großwildjagd begeben. Sie hatten gerade die Spur eines Löwen aufgenommen, als sie einem wütenden Elefantenbullen über den Weg laufen.

Elefanten sind in Simbabwe zum Abschuss freigegeben

Elefanten sind in Simbabwe zum Abschuss freigegeben

Mehr als 20 Jahre lang war Ian Gibson Großwildjäger in Simbabwe. Jahr um Jahr begleitete er viele, vor allem amerikanische Touristen auf die Safari und verhalf den meisten zu einer stattlichen Jagdtrophäe.

Auch am vergangenen Mittwoch war der 55-Jährige mit einem Gast unterwegs, um einen Löwen zu erlegen. Dabei machten die beiden Männer jedoch eine fatale Bekanntschaft mit einem wütenden Elefantenbullen. Laut einem Bericht des britischen "Telegraph" wäre der Elefant zum Angriff übergegangen, kurz nachdem er die beiden Männer erblickt hatte. Gibson wäre es noch gelungen, einen Schuss abzufeuern, doch der Bulle hätte den Jäger schließlich eingeholt, sich auf ihn gekniet und zu Tode erdrückt.

Über weitere Umstände, wie es zu diesem Angriff kommen konnte, wird bereits spekuliert. Es wird vermutet, dass sich der Elefantenbulle in einem sogenannten "Musth"-Zustand befunden haben muss, in welchem Elefanten besonders viel Testosteron im Blut haben.

Jäger und Naturschützer?

Der amerikanische Safarigast steht bisher zu sehr unter Schock, als dass er den Vorfall in allen Details hätte schildern können. Doch Gibsons Arbeitgeber hat sich bereits zu dem Vorfall geäußert. Der Geschäftsführer von "Chifuti Safaris" glaubt nicht, dass Gibson den Elefanten zuerst angegriffen habe: "Er hätte nie geschossen, wenn es eine Alternative gegeben hätte. Klar war er ein Jäger, aber auch ein großartiger Fotograf und Naturschützer."

Tatsächlich werden derartige Safaris auch unter dem Vorwand veranstaltet, etwas gegen die zu stark wachsende Anzahl bestimmter Wildtiergattungen zu unternehmen. Simbabwe sei sogar von Elefanten "überbevölkert".

Die Safarigäste verstehen sich in der Regel jedoch nicht als "Naturschützer". Ihnen geht es in erster Linie um die Trophäen: Ein Foto mit dem erlegten Tier, ein bisschen Elfenbein, oder auch der komplette Kadaver dienen als Andenken an das Abenteuer. Viele ehemalige Jagdfreunde betrauern Ian Gibson bereits im Internet.

Katharina Gipp