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Ende der Homosexuellen-Regel: US-Armee will schwule und lesbische Soldaten integrieren

Das US-Militär bereitet sich auf ein Ende der Einschränkungen für homosexuelle Soldaten vor. Verteidigungsminister Robert Gates sagte am Dienstag vor einem Ausschuss des Kongresses, er habe zwei Berater damit beauftragt, sich mit den notwendigen Schritten zur Integration offen schwuler oder lesbischer Soldaten zu beschäftigen.

Das US-Militär bereitet sich auf ein Ende der Einschränkungen für homosexuelle Soldaten vor. Verteidigungsminister Robert Gates sagte am Dienstag vor einem Ausschuss des Kongresses, er habe zwei Berater damit beauftragt, sich mit den notwendigen Schritten zur Integration offen schwuler oder lesbischer Soldaten zu beschäftigen. Generalstabschef Mike Mullen warnte jedoch, entsprechende Schritte müssten gründlich durchdacht und mit Bedacht umgesetzt werden.

Die USA hatten 1993 unter Präsident Bill Clinton die Politik des "don't ask, don't tell" ("frage nicht, erzähle nicht") eingeführt. Dabei darf das Militär von sich aus nicht nach der sexuellen Orientierung eines Rekruten oder Soldaten fragen. Diese wiederum sind angehalten, ihre Neigungen geheim zu halten. Offene homosexuelle Amerikaner dürfen nicht in den Streitkräften dienen. Während Bürgerrechtsgruppen die Praxis seit Jahren bekämpfen, befürchten Befürworter Nachteile für die Moral und die Disziplin, sollte das Verbot ganz aufgegeben werden.

Obama hatte im Wahlkampf versprochen, die Regelung abzuschaffen, allerdings seit seiner Wahl keine wesentlichen Schritte dazu unternommen. Unter amerikanischen Homosexuellen wächst entsprechend seit Monaten die Kritik an dem Demokraten. In seiner Rede an die Lage der Nation im Januar wiederholte Obama jüngst seine Zusage, jedoch weiter ohne einen Zeitplan vorzulegen. Der Kongress arbeitet seinerseits an einem Gesetz, das die Regierung zu einer Änderung zwingen würde.

Reuters / Reuters