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Fastnachtsstreit um Thilo Sarrazin: Wolle mer ihn reinlasse?

Wo Thilo Sarrazin ist, da herrscht nie einfach nur der Frohsinn. Selbst in seiner alten Wahlheimat und Narrenzentrale Mainz nicht. Der "Ranzengardist" soll dort am Sonntag einen Fastnachts-Titel verleihen. Doch nicht jeder will ihn "reinlasse".

Sein Buch weigert sich, den Spitzenplatz der Bestsellerliste zu räumen, doch ansonsten war es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger geworden um Thilo Sarrazin. Damit ist es jetzt vorbei: Der Ex-Bundesbanker sorgt für Ärger in Mainz - hat aber diesmal gar nichts gesagt oder geschrieben. Es geht um seinen geplanten Fastnachtsauftritt bei der Ranzengarde. Sarrazin soll am kommenden Sonntag die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger der Fasnachtorganisation, den Musikkabarettisten Lars Reichow, halten. Der Skandalautor selbst, dem man auf den ersten Blick keine Karnevalsaffinität nachsagen würde, der aber acht Jahre Mainzer Vergangenheit hat, hatte 2009 den Ehrentitel eines "Ranzengardisten" erhalten.

Gegen den Auftritt wollen unter anderem der Kreisverband der Grünen und die rheinland-pfälzische DGB-Jugend demonstrieren. "Nichts von dem, was Sarrazin beschreibt, ist eine Bereicherung für die Diskussion, geschweige denn neu, originell oder ein Tabubruch", heißt es in dem Protestaufruf. Die Polizei rechnet mit rund 200 Teilnehmern.

Der Eulenspiegel der Politik

Der Generalfeldmarschall der Garde will Sarrazin dagegen "reinlasse". Es ist der frühere rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Johannes Gerster. Der hatte den Vielgescholtenen schon im vergangenen Jahr hoch leben lassen. In den kritisierten Aussagen Sarrazins seien "in der Regel Wahrheiten enthalten, die viele genau so sehen, aber nur wenige sind bereit, sie so mutig auszusprechen". Der politischen Diskussion könne ein solcher Mann klarer Worte und Sprache nur gut tun. Der Christdemokrat war ganz aus dem Häuschen: Sarrazin schlüpfe in das Kostüm eines "Till Eulenspiegels der Politik" und halte ihr den Spiegel vor, schwadronierte Gerstner.

Jetzt muss er sich gegen die Demonstranten wehren. Der DPA sagte der Generalfeldmarschall: "Wir sind eine Fastnachtsorganisation, die für die Narren- und Redefreiheit eintritt. Wir lassen uns nicht vorschreiben, wer bei uns auftreten darf und wer nicht." Die Ranzengarde verteile schließlich nicht den Friedensnobelpreis und "daher bewerten wir auch keine politischen Aussagen".

ben/DPA / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.