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Flüchtlinge: Beim Elfmeterschießen über die Grenze

Schlau überlegt: Etwa 20 afrikanische Flüchtlinge haben während des Elfmeterschießens zwischen Spanien und Italien versucht, von Marokko in die spanische Exklave Melilla zu gelangen. Ihr Plan ging trotzdem nicht auf.

Rund 20 afrikanische Flüchtlinge haben am Sonntagabend während des Elfmeterschießens beim Viertelfinalspiel der Fußballeuropameisterschaft zwischen Spanien und Italien versucht, von Marokko in die spanische Exklave Melilla zu gelangen. Sie hatten offenbar gehofft, dass die spanischen Sicherheitskräfte durch das dramatische Finale des Spiels abgelenkt waren. Allerdings hielten Einsatzkräfte sie noch auf der marokkanischen Seite der Grenze auf, berichtete das Innenministerium in Madrid.

Die Aktion war der zweite Versuch innerhalb von 24 Stunden von afrikanischen Flüchtlingen, nach Mellila zu gelangen. Etwa 70 Flüchtlinge hatten schon in der Nacht zum Sonntag die Grenze gestürmt. Auch sie wurden von den Sicherheitskräften zurückgedrängt.

Im Herbst 2005 hatten tausende Afrikaner versucht, über die drei Meter hohen Stacheldraht-Zäune in die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta zu gelangen. Zeitweise stürmten bis zu 500 Menschen gleichzeitig die Absperrungen. Elf Flüchtlinge kamen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften ums Leben. Die spanischen Behörden erhöhten daraufhin die Grenzzäune auf bis zu sechs Meter.

AP / AP