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Flughafen-Sperrung: "Drogen-Koffer" enthielt Zimt und Mehl

140 stornierte Flüge, eine stundenlange Sperrung des Flughafens: Das alles löste ein verdächtiger Koffer in Düsseldorf aus. Ein paar Tage später ist klar: Der Inhalt war geeignet zum Kuchenbacken.

In dem verdächtigen Koffer, der eine stundenlange Sperrung des Düsseldorfer Flughafens ausgelöst hatte, waren nach Informationen von "Spiegel Online" Mehl und Zimt, aber keine Drogen. Ein Polizeisprecher in Düsseldorf wollte diese Angaben am späten Montagabend auf dpa-Anfrage nicht kommentieren. Er verwies aber auf frühere Aussagen der Ermittler, wonach Zweifel an der Drogenversion aufgekommen seien.

Schon am Freitag waren in Düsseldorf Zweifel laut geworden, ob es sich um Drogen handele. Analysen des Landeskriminalamtes (LKA) hätten den Befund eines ersten Schnelltests nicht bestätigt, hatte ein Polizeisprecher gesagtt. Laut "Spiegel Online" befanden sich in dem Koffer drei gut verschnürte Pakete, die nach einer ersten LKA-Analyse neun Kilogramm Mehl, Speisestärke und Zimt enthielten.

In dem verdächtigen Gepäckstück hatte ein Experte zunächst Sprengstoff vermutet. Nachdem der Koffer mit einem Wassergewehr beschossen wurde, kamen drei Pakete mit insgesamt neun Kilogramm weißem Pulver zum Vorschein. Die Sperrung am Dienstag vergangener Woche betraf weit mehr als 10.000 Passagiere. 140 Flüge fielen aus.

anb/DPA / DPA