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Ex-Bischof von Limburg: Tebartz-van Elst sagt ersten öffentlichen Auftritt ab

Der als "Protz-Bischof" gescholtene Tebartz-van Elst hat den geplanten ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Abberufung abgesagt. Grund ist das unerwartet große Medienecho.

Sagte öffentlichen Auftritt in Bregenz wieder ab: der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst

Sagte öffentlichen Auftritt in Bregenz wieder ab: der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst

Zehn Monate nach seiner Abberufung sollte es sein erster Auftritt in der Öffentlichkeit sein. Doch gerade erst hatte der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Teilnahme bei einem Stammtisch im österreichischen Bregenz bestätigt, da wurde der Termin schon wieder abgesagt. Das unerwartet große Medienecho und die "aufgebauschte Stimmung" hätten ihn dazu veranlasst, von dem Besuch Abstand zu nehmen, teilte der Organisator Harald Pfarrmaier am Dienstagabend mit.

Es wäre der erste Auftritt seit seinem Rücktritt im März 2014 gewesen. Zu dem Finanzskandal um den Bischofssitz in Limburg wollte sich Tebartz-van Elst dabei nicht äußern. Der Vortrag war unter dem Titel "Die katholische Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft" angekündigt worden.

Tebartz-van Elst war nach Monaten des Streits um seine Amtsführung und ausufernde Baukosten an der neuen Residenz von seinem Amt abberufen worden. Mittlerweile lebt der 55-Jährige in Regensburg, noch ohne neuen Posten.

Pfarrmaier hatte ihn im Oktober 2013 zu einem Vortrag in Bregenz eingeladen und eine Zusage für Januar 2015 bekommen. Tebartz-van Elst sei bislang der prominenteste Gast des Stammtisches, sagte er.

mod/DPA / DPA