Gekaperter Öltanker Russische Soldaten nehmen Piraten im Morgengrauen fest


Die russische Marine hat einen im Golf von Aden gekaperten Öltanker aus der Hand von somalischen Piraten befreit. Die 23 Mann starke Besatzung des unter der Flagge von Liberia fahrenden Tankers "Moskau University" sei wohlauf

Spezialkräfte eines russischen Kriegsschiffs haben am Donnerstag einen Öltanker aus der Hand somalischer Piraten befreit. Die Seeräuber seien bei der Kommandoaktion im Morgengrauen gefangen genommen worden, teilte der Kommandeur der EU-Marinemission vor Ostafrika, Konteradmiral Jan Thornqvist, mit.

Die "Moscow University" war erst am Mittwoch rund 800 Kilometer vor der somalischen Küste überfallen und gekapert worden. An Bord waren 23 russische Seeleute und 86.000 Rohöl im Wert von 50 Millionen Dollar. Das Schiff war auf dem Weg vom Roten Meer nach China.

Nach dem Angriff nahm der Zerstörer "Marschal Schaposchnikow" Kurs auf den Öltanker auf. Die Soldaten gelangten mit einem Hubschrauber an Bord der "Moscow University". Schüsse fielen. Es sei aber niemand verletzt worden, sagte Thornqvist. Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums teilte mit, die Piraten würden vorerst an Bord des Tankers festgehalten.

Ein Sprecher der EU-Mission "Atalanta", John Harbour, sprach von einer "rundum gelungenen Operation". Die EU-Kräfte hätten auf taktischer Ebene mit dem russischem Kriegsschiff zusammengearbeitet. Die EU habe dabei ihre Unterstützung angeboten.

APN/AFP

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