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Makabrer Fund: 13-Jährige entdeckt in einem Freizeitpark den Grabstein ihres Opas

Für eine 13-Jährige ist der Horror real geworden. In einem Freizeitpark entdeckte sie vor einem Gruselhaus den Grabstein ihres Opas. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Eine 13-Jährige hat in einem Freizeitpark den Grabstein ihres Opas entdeckt (Symbolbild)

Wie kam der Grabstein in den Freizeitpark? Diese Frage müssen nun die Ermittlungsbehörden in Bayern klären (Symbolbild)

Eine einsame Villa, blutbefleckte Wände, verwesende Leichen, abgeschlagene Gliedmaßen – in Dr. Lehmanns Horror Lazarett im bayrischen Freizeitland Geiselwind sorgen Schauspieler und eklige Attrappen dafür, dass sich die Besucher so richtig gruseln. Doch nicht alles ist künstlich, wie eine 13-Jährige im vergangenen August erfahren musste. Mit ihrer Ministrantengruppe besuchte das Mädchen den mittelfränkischen Freizeitpark und wollte sich in dem Geisterhaus so richtig fürchten. Doch die Schreie blieben ihr im Halse stecken, als sie den Namen ihres Opas auf einem der Grabsteine vor der alten Villa las. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Würzburg wegen Verunglimpfung gegen den Freizeitparkbetreiber. Die Anklagebehörde bestätigte dem stern entsprechende Berichte des Nachrichtenportals "Infranken.de"  und der "Mainpost".

"Ich konnte es nicht glauben, bis mir meine Tochter ein Bild des Grabsteins schickte“, sagte die Witwe "Infranken.de". "Es hat lange gedauert, bis ich den Tod meines Mannes vor über 21 Jahren verarbeitet hatte und jetzt kommt alles wieder hoch – und dazu noch auf eine so grausame Art und Weise." Die 62-Jährige erstattete Anzeige.

Doch wie kam der Grabstein in den Freizeitpark? Die Witwe erzählt, dass sie, nachdem die Ruhezeit für das Grab ihres 1996 verstorbenen Mannes abgelaufen war, einen Steinmetz für die Räumung und Entsorgung des Steins beauftragt hatte. Rund 130 Euro habe sie ihm damals gezahlt. Doch dieser hat den Stein weiterverkauft.

Bayern: Ermittlungsbehörden überprüfen noch mehr Grabsteine

Wie der Stein letztendlich in den Freizeitpark kam, lässt sich noch nicht vollständig rekonstruieren. Das Horror Lazarett gibt es erst seit Frühjahr 2017 im Freizeitland Geiselwald. Damals seien sechs Sattelschlepper mit Material gekommen. Parkbetreiber Matthias Mölter könne sich nicht daran erinnern, ob der Grabstein dabei gewesen war, sagte er der "Mainpost". Mölter war am Montag telefonisch nicht zu erreichen.

Auch auf den anderen Grabsteinen auf dem kleinen Freizeitpark-Friedhof würden nun die Inschriften überprüft und die Besitzer ermittelt werden, sagt Thorsten Seebach, Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg dem stern. Sie sollen ebenfalls aus der Region stammen. "Wie hoch das Strafmaß am Ende liegt, ist schwer zu sagen", so Seebach. "Das hängt von vielen Faktoren, wie zum Beispiel Vorstrafen, ab." Die Inschriften der Grabsteine sind inzwischen entfernt worden. Der Bestatter hat das Geld an die Witwe zurückgezahlt. Die Ermittlungen dauern an.

tyr