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Satire-Aktion in der Fußgängerzone: "Ich bin Muslim. Was wollen Sie wissen?"

Michel Abdollahi hat sich in eine Hamburger Fußgängerzone gestellt und Passanten nach ihrer Islam-Angst gefragt. Mit beeindruckendem Ausgang.

Michel Abdollahi arbeitet beim NDR als "Reporter für kulturelle Kuriositäten".

Michel Abdollahi arbeitet beim NDR als "Reporter für kulturelle Kuriositäten".

Wie kam es dazu, dass Sie an einem Donnerstagmorgen mit dem Schild "Ich bin Muslim. Was wollen Sie wissen?" auf dem Hamburger Jungfernstieg standen?
Es war eine Idee der Redaktion und komplett als Satire gemeint. Ich sehe mich nicht verpflichtet, Fragen zu beantworten. Glaube ist eine ganz persönliche Sache. Natürlich bin ich gegen Gewalt. Aber das möchte ich nicht ständig sagen müssen.

Und was ist passiert, als Sie sich aufgebaut haben?


Ich habe ehrlich gesagt gedacht, da passiert nicht so viel - weil die Leute Bescheid wissen, weil sie Angst haben oder weil sie es doof finden. Aber dann hatte ich das Schild noch nicht mal draußen, und es gab schon Jubel.

Jubel?
Die Leute haben Fotos gemacht, Daumen hoch, gelacht. In sieben Stunden sind bestimmt Tausend an mir vorbeigegangen. Da war schon Stimmung.

Und wie viele Passanten haben Fragen gestellt?


Etwa fünf Prozent. 30 Prozent haben gar nichts gemacht, und 65 Prozent fanden es gut, würde ich sagen. Wenn die Leute nicht zu mir kamen, habe ich sie angesprochen: "Haben Sie keine Angst. Ist noch was offen? Sagen Sie mal konkret?" Der Beitrag ist sehr ehrlich, es gibt keine entstellenden Schnitte. Genauso war der Ton auf der Straße. Eine Lehrerin hat mich fotografiert, um mit ihren Schülern darüber zu diskutieren. Das fand ich toll.

Und was für Fragen haben die Leute gestellt?


Konkrete, ernstgemeinte Fragen. Die wussten wirklich über bestimmte Sachen nicht Bescheid. Da habe ich die Satire ein bisschen zurückgefahren, obwohl ich das eigentlich nicht wollte. Bis einer meinte "Das sollten Sie jeden Tag machen." Ich bin berufstätig. Andere meinten "Was sagt der Islam über dies und das?" Und ich habe geantwortet "Welchen Islam meinen Sie, den marokkanischen, den iranischen, den tunesischen...?" "Wie, gibt es so viele?" "Ja, jeder Mensch ist anders." Oder "Warum werden im Islam die Frauen unterdrückt?" Und ich sage: "Bei mir zuhause hat meine Mutter das Sagen. Und mein Vater macht mit. Die lieben sich halt, das sind Menschen."

War das die ärgerlichste Frage?


Mich ärgert nichts mehr, das habe ich abgelegt. Leute können nichts dafür, dass sie ein bisschen doof sind. Die Menschen sind mündig. Meine Gedanken sind frei, und wenn die Leute das nicht verstehen, kann ich ihnen auch nicht helfen. Aber zu 99,9 Prozent war das Feedback positiv, egal ob die Leute verstanden haben, dass es Satire ist oder nicht. Es war ein fröhlicher Tag.

Auch als die Aktion im Internet gelandet ist?


Da nicht. Zuerst gab es einen kleinen Aufschrei unter Muslimen: "Das müssen wir nicht machen." "Aber ich will das", habe ich gesagt. "Wenn ihr nicht verallgemeinert werden wollt, dann verallgemeinert jetzt nicht mich." Moderate Rassisten wiederum haben mir Unwissenheit und Pauschalisierung unterstellt. Andere wollten wissen, wann mein Rückflug geht. Wohin genau wussten sie nicht. Es gab aber weniger dumpfe Beschimpfungen und ganz wenige Nazis. Eher dieses "Ich bin kein Rassist, aber..." Am Ende des Tages habe ich mir die Kommentare zu "70 Jahre Auschwitz" angeguckt und gedacht: "Lieber Gott, danke, dass ich nur die freundlichen Irren abgekriegt habe".

Warum, glauben Sie, fehlen den Menschen im Netz die Umgangsformen, die sie auf der Straße haben?


Die Kommentarfunktion erlaubt den Leuten, einfach ihre Meinung abzuliefern, ohne weiter nachzudenken. Die Hemmschwelle ist sehr niedrig geworden. Ich verstehe es auch nicht. Und dann benutzen die alle ihre richtigen Namen. Die Leute müssen noch lernen, mit dem Internet umzugehen. Aber da muss unsere Generation jetzt durch.

Das Video sehen Sie hier

Interview: Sophie Albers Ben Chamo
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Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?
Gerneralvollmacht und Insichgeschäft
Wir sind 3 Kinder und 2 haben Generalvollmacht. Unser Bruder hat Vorkaufsrecht eingetragen für die Elterliche Wohnung. Unsere Mutter ist im Mai 2016 gestorben, meinem Bruder war der Vater zu stressig im Haus also kam er 4 Tage nach Mutter s Tod ins Pflegeheim. Ich fragte meinen Bruder der in dem Haus wohnt wo auch die Eltern lebten was nun mit der Wohnung geschieht. Mein Bruder erklärte die bleibt leer es kommen keine Fremden ins Haus. Ich ging mit meiner Vollmacht zum Notar und fragte nach da in der Vollmacht geschrieben war den Besitz ordentlich verwalten. Ich bekam vom Notar die Auskunft vermieten oder verkaufen und wir benötigen einen Gutachter. Mein Bruder bekam 3 Wochen später von dem selben Notar die gleiche Information. Ein paar Tage später schickte mir mein Bruder eine Mail, er möchte die Wohnung kaufen, schickte mir ein leeres Dokument mit das ich unterschreiben soll und zu diesem Betrag geht dann die Wohnung an ihn über. Er wollte ein Gutachten bei der Gemeinde erstellen lassen wo seine ganzen Freunde im Ausschuss sitzen. Ich hab das natürlich nicht unterschrieben und wir holten (der andere Bruder und ich ) einen Gutachter. Die Wohnung mit 93 qm, riesigem Garten, Stellplatz, 2 Fam. Haus zentrale Lage mit S-Bahn-Anbindung wurde geschätzt auf 139.000 Euro. Also kam der nächste Kaufvertrag meines Bruders zu dem Wert.Mit dem Wert waren wir ebenso nicht einverstanden, warum verkauft man eine Wohnung zum Gutachterwert wenn man auf dem freien Markt einen total anderen Preis erzielt ! WIr setzten die Wohnung in Immoscout und hatten eine feste Kaufzusage für 218.000 Euro ! Hatten von unserem Bruder einen Termin gesetzt bekommen zum 30.11.16 sollen wir nachweisen wie wir einen Preis um die 200.000 erzielen wollen. Wir hatten unserem Bruder die Kaufzusage vor dem gesetzten Termin gesendet und boten ihm an die Wohnung für 200.000 Euro zu kaufen. Noch vor Ablauf und nach unserem Angebot kam von der Gegenseite .. tut uns leid die Wohnung ist seit 15.11.16 vermietet auf 3 Jahre ohne Kündigungsrecht von beiden Seiten, somit ist der Verkauf nicht mehr möglich ..... so nun kam der Hammer, das Schloss wurde ausgetauscht und ich kam weder in den Garten noch ins Haus. Wir haben Klage gestellt ! Bis der Termin auf dem Gericht endlich kam, wurde von unserem Bruder 3 x verschoben kam die Hiobsbotschaft bei dem Termin.. unser Bruder fuht im April 17 zu einem Notar, 100 km von unserem Wohnort und verkaufte sich die Wohnung mit seiner Vollmacht selbst zum Preis von 160.000 Euro... . ...58.000 Euro weniger als wir auf dem freien Markt bekommen hätten und natürlich steckt er ab diesem Termin die Miete ein. Wir haben Klage beim Landgericht gestellt...und jetzt kommt der Witz.. er kommt damit wahrscheinlich durch .. Wertgutachten waren 139.0000 Euro, wir hätten 218.000 Euro bekommen Differenz 58.000 Euro und er darf bis 30 % abweichen ! Was ist das denn für ein Gesetz .. Im Testament stand alles zu gleichen Teilen und wir sollen das Vorkaufsrecht unseres Bruders beachten.... 1, 16.08.17 starb Vater ! Rechtzeitig die Wohnung aus dem Erbe geholt ! Weiss jemand einen Rat ?