HOME

Google Doodle zur Basilius-Kathedrale: Moskauer Wahrzeichen wird 450 Jahre alt

Mehr als vier Jahrhunderte zieren ihrer bunten Zwiebeltürme die russische Hauptstadt: Die Basilius-Kathedrale in Moskau wird 450 Jahre alt. Auch die Suchmaschine Google feiert das bedeutende Denkmal russischer Geschichte und schenkt ihm ein Doodle.

Für Moskau-Besucher gehört sie zum Pflichtprogramm: Auf dem roten Platz, nicht weit vom Kreml entfernt, ragen ihre bizarren Zwiebeltürme in den Himmel. Seit viereinhalb Jahrhunderten prägt die Basilius-Kathedrale das Stadtbild von Moskau. Am 12. Juli 1561 wurde sie eingeweiht.

Sieben Holzkirchen standen auf dem Platz, auf dem die Kathedrale ab 1555 langsam entstand. Der Schreckenszar Ivan IV beauftragte die Baumeister Baram und Postnik damals mit ihrem Bau, um seinen Sieg über die Tataren zu feiern. Sie ist nach dem Heiligen Wassilij (Basilius), einem Wanderprediger, benannt. Sein Leichnam soll unter ihren Gemäuern begraben liegen. St. Basilius hatte zu Lebzeiten die Gewaltherrschaft Ivans angeprangert. In der Gunst des Zaren stand er dennoch so hoch, dass dieser ihn mit dem Bauwerk ehrte.

Ihr Anblick verzauberte viele: Napoleon Bonaparte war so beeindruckt von ihr, dass er sie nach Paris abtragen lassen wollte. Allein die Technik fehlte ihm. Die Kommunisten wandelten 1923 die christlich-orthodoxe Kirche in ein Museum um. Nach dem Zerfall der Sowjetunion fanden wieder Gottesdienste in ihr statt. Seit 1991 ist sie UNESCO-Weklkulturerbe. Heute dient ein Teil der Kathedrale als Zweigstelle von Moskaus Historischem Museum. Anlässlich des 450. Jubiläums soll eine Ausstellung über ihren Namensgeber eröffnet werden.

liri