Großbritannien "Kanu-Mann" bleibt bei Lügengeschichte


Der "Kanu-Mann" lässt sich nicht beirren: Er habe sein Gedächtnis verloren und könne sich an nichts erinnern. Dabei hat die Frau des jahrelang totgeglaubten Briten zugegeben, dass alles nur ein großer Schwindel war. Auf seine Frau wartet in Großbritannien ein ganz besonderes Empfangskomitee.

Der jahrelang totgelaubte und plötzlich wieder aufgetauchte "Kanu-Mann" John Darwin bleibt dabei, sich an nichts erinnern zu können. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Polizeikreise. Bei seinen Vernehmungen durch Kriminalisten in der Grafschaft Cleveland im Nordosten Englands bestehe der offiziell des Betrugs verdächtigte 57-Jährige darauf, keinerlei Angaben zu seinem Verschwinden im Frühjahr 2002 und seinem Leben danach machen zu können. Damals war Darwins beschädigtes Kanu am Nordseestrand gefunden worden, während von ihm jede Spur fehlte.

Frau kommt nach Goßbritannien

Derweil soll nun auch seine Ehefrau festgenommen werden, sobald sie von Panama nach Großbritannien zurückgekehrt ist, wie die Polizei bestätigte. Damit wurde am Freitag gerechnet. Die 55-Jährige sei bereits auf dem Heimweg von Panama nach Großbritannien, berichtete der Sender BBC. Sie wird am Flughafen Heathrow von der Polizei sowie einem Großaufgebot an Reportern erwartet. Die 55-jährige Anne Darwin, die sich die Lebensversicherung ihres Mannes hatte auszahlen lassen, wird ebenfalls des Betrugs verdächtigt. Anne Darwin will sich nach eigenen Angaben der Polizei stellen.

Die Frau will in Großbritannien ihre beiden erwachsenen Söhne Anthony und Mark um Vergebung bitten, wie sie Reportern vor der Abreise in Panama sagte. Beide Söhne hatten am Donnerstag erklärt, sie würden alle Beziehungen zu ihr abbrechen, wenn sich bestätigen sollte, dass sie selbst den eigenen Söhnen ganz bewusst den Tod des Vaters vorgegaukelt hat.

DPA DPA

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