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Große Suchaktion nach Kuscheltier: Lämmchen "Mäh" auf großer Fahrt

Ein kleines Mädchen aus Estland ist untröstlich, als es sein geliebtes Plüschlamm verliert. Doch weil Papa unerbittlich nachforscht, wird das Tier aus den Fängen zweier russischer Seeleute gerettet.

Wie süß: Der Verlust eines Plüschlamms (Symbolbild) machte einem kleinen Mädchen aus Estland schwer zu schaffen.

Wie süß: Der Verlust eines Plüschlamms (Symbolbild) machte einem kleinen Mädchen aus Estland schwer zu schaffen.

Nach einer Odyssee über die Ostsee von Estland nach Deutschland und zurück hat ein kleines Lämmchen aus Plüsch dank intensiver Suche zu seiner Besitzerin zurückgefunden. Die achtjährige Triinu Raim aus der Stadt Kuressaare auf der Insel Saaremaa habe das Tier namens "Maa", zu Deutsch "Mäh", zu Beginn der vergangenen Woche verloren, sagte ihr Vater Riho. Der Verlust des ersten Weihnachtsgeschenks habe sein Kind so geschmerzt, dass er daraufhin "eine großangelegte Suche gestartet" habe.

"Am Donnerstag haben wir Suchmeldungen im örtlichen Radio und eine Anzeige mit einem Foto des Lamms in der hiesigen Zeitung geschaltet", sagte der Vater. Er fand heraus, dass zwei russische Seeleute das Plüschtier auf der Straße gefunden hatten und anschließend mit ihm in einer Kneipe waren. Von dort ließen sie sich mit einem Taxi abholen. "Ich habe dann das Taxiunternehmen angerufen und erfahren, dass sie zum Hafen gefahren sind", sagte Riho Raim.

Mitarbeiter erzählten dem Vater, dass die Seeleute mit einem Schiff ausgelaufen seien, dass Holz nach Deutschland bringen sollte. Über Funk nahm der Vater Kontakt zum Kapitän auf, der - ganz verständnisvoll - per E-Mail ein Foto des Lamms schickte. "Maa" schien sich auf hoher See ziemlich wohl zu fühlen: Auf dem Bild saß das Tier bequem auf der Brücke des Schiffs - und zwar im Hafen von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Doch die Familie hatte Glück, das Schiff war mittlerweile wieder auf dem Rückweg nach Estland. Seit Dienstag sind Triinu und ihr Liebling nun wieder vereint.

mlr/AFP / AFP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?