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Überfallserie in Frankreich: Horror-Clowns verbreiten Angst und Schrecken

Gruselige Clowns erschrecken Passanten mit Waffenattrappen und sorgen in Frankreich für eine "kollektive Hysterie". Doch nun sind auch Fälle von echter Gewalt bekannt geworden.

Nicht nur an Halloween sind angsteinflössende Clowns auf den Straßen Frankreichs unterwegs

Nicht nur an Halloween sind angsteinflössende Clowns auf den Straßen Frankreichs unterwegs

In diesen düsteren Tagen vor Halloween geht die Angst in Frankreich um: Böse Clowns tauchen - teils mit Eisenstangen oder Messern bewaffnet - im ganzen Land auf und terrorisieren die Menschen.

Das Phänomen hat inzwischen eine Art Massen-Psychose ausgelöst und die nationale Polizei auf den Plan gerufen: "Um die Anwesenheit eines aggressiven Clowns anzuzeigen, wählen Sie 17 oder 112", rät die Polizei im Internet. Dort kochen zugleich die Gerüchte hoch, geschürt durch Grusel-Videos von als Clowns verkleideten Übeltätern.

Seit Mitte Oktober breitet sich die Clown-Unsitte in ganz Frankreich aus, die ursprünglich aus den USA kam: Als Clowns verkleidete, meist junge Leute erschrecken harmlose Passanten fast zu Tode, indem sie meist mit Waffen-Attrappen auf sie losgehen.

Gewalt-Fälle beschäftigen Polizei

Doch inzwischen gab es auch schon mehrere Fälle, bei denen tatsächlich Gewalt angewandt wurde: Erst am Montagabend wurde ein 18-Jähriger im südfranzösischen Montpellier im Schnellverfahren zu einem Jahr Gefängnis, davon acht Monate auf Bewährung, verurteilt, weil er einen Mann 30 Mal mit einer Eisenstange geschlagen hatte.

"Ich hatte noch nie im meinem Leben solche Angst", berichtete das 35-jährige Opfer vor Gericht. "Ich schlafe seitdem nicht mehr und habe Alpträume." Der falsche Clown hatte ihn mit zwei Komplizen vor seinem Haus abgepasst und verlangte Geld, Handy und Tasche. Der Täter gestand, dass er in betrunkenem Zustand beschlossen hatte, sich als Clown zu verkleiden und einen Passanten zu erschrecken, so wie es derzeit die Mode in den sozialen Netzwerken im Internet sei.

Unter den Dutzenden von Clown-Fällen, die seit rund zwei Wochen bei den Polizeistellen des ganzen Landes gemeldet wurden, sind zwar auch viele harmlosere Streiche von Jugendlichen. Doch auch eine Waffen-Attrappe kann das Opfer traumatisieren, weshalb die Polizei im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais twitterte: "Die Clowns, die sich vom Kettensägen-Massaker inspirieren lassen, sind vor Schulen nicht willkommen." Dort hatten Schüler die Polizei wegen einer angeblich mit einer Kettensäge ausgerüsteten Clown-Gruppe alarmiert.

Die Hoffnung der Polizei, dass sich die "kollektive Hysterie" in den Herbst-Schulferien legen werde, erfüllte sich bisher nicht. Im Gegenteil: Nachahmungstäter, Wetten über Facebook, üble Streiche kurz vor Halloween, als Video ins Internet gestellt, aber auch Versuche, wirkliche Straftaten hinter einer Clown-Maske zu verstecken, führten zu einer weiteren Verbreitung des Phänomens. Und zur Gegenwehr: Im Internet wird inzwischen zur "Jagd auf Clowns" aufgerufen. Die Polizei nahm bereits mehrere selbsternannte Ordnungshüter fest, die ihrerseits mit echten Waffen ausgerüstet waren, darunter Baseballschlägern.

Johnny Depp soll Angst vor Clowns haben

Dass die Clowns dermaßen Angst und Schrecken verbreiten können, liegt nicht zuletzt daran, dass die Figur des bösen Clowns aus Büchern und Filmen nur zu gut bekannt ist. Vom diabolischen Clown im Roman "Es" von Stephen King bis hin zum verzerrten Grinsen des Jokers in "Batman" gibt es zahllose Beispiele, wie mit unterschwelligen Ängsten vor Clowns gespielt wird. Im Internet kursiert derzeit ein Video eines Killer-Clowns, das bereits millionenfach angeklickt wurde.

Unter der "Coulrophobie", der realen, krankhaften Angst vor Clowns, soll etwa der Schauspieler Johnny Depp leiden. Womöglich wurde auch er geprägt durch Geschichten über den echten "Horror-Clown" John Wayne Gacy, einen der bekanntesten Serienmörder in den USA. Der war in den 1970er Jahren als Clown für kranke Kinder aufgetreten - und hatte 33 Menschen getötet.

In Frankreich setzt die Polizei darauf, dass das Phänomen der bösen Clowns spätestens nach Halloween am nächsten Wochenende wieder abebben wird. Im Moment schwappt die Welle aber eher auf Nachbarländer über - erste Clown-Attacken wurden angeblich aus der Schweiz und Belgien gemeldet.

Christine Pöhlmann/AFP / AFP
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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