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Niederlande: Mann und sechs Kinder sollen aus Angst vor Weltuntergang neun Jahre im Keller gehaust haben

Im Keller eines Bauernhofs in Drenthe soll ein Vater mit seinen sechs Kindern neun Jahre völlig isoliert von der Außenwelt gelebt haben. Der mittlerweile 25-jährige Sohn hatte schließlich Hilfe geholt.

Bauernhof in Drenthe

Im Keller dieses abgelegenen Bauernhofs soll ein Mann mit sechs völlig verwahrlosten Kindern gehaust haben

Die niederländische Polizei hat auf einem abgelegenen Bauernhof im Osten des Landes eine Familie entdeckt, die dort bereits Jahre isoliert in einem Keller gelebt haben soll. Die Menschen würden nun versorgt, teilte die Polizei in der östlichen Provinz Drenthe mit. Ein 58-jähriger Mann sei vorläufig festgenommen worden. Nach Berichten des niederländischen Radios soll der Mann mit seinen sechs nun erwachsenen Kindern völlig isoliert in einem Keller des Hofes in Ruinerwold gewohnt haben. 

Wie die niederländische Zeitung "AD" berichtet, wartete die Familie in dem Keller auf den Weltuntergang. Demnach wussten die sechs mittlerweile volljährigen Kinder nicht einmal, dass es noch andere Menschen auf der Welt gibt. Niederländischen Medienberichten zufolge soll der Vater laut RTL seit einem Infarkt bettlägerig sein.

25-Jähriger neun Jahre nicht draußen gewesen

Der Wirt einer nahe gelegen Kneipe hatte die Polizei am Montag alarmiert, nachdem sich ein verwirrter junger Mann bei ihm gemeldet hatte. Der 25-Jährige habe gesagt, dass er neun Jahre lang nicht draußen gewesen sei, erzählte der Wirt dem TV-Sender RTV Drenthe. "Er sagte, dass er weggelaufen war und Hilfe brauchte."

Die Polizei war daraufhin zu dem Bauernhof gefahren und hatte dort sechs Personen vorgefunden. "Sie werden nun versorgt", teilte die Polizei mit. Über die genauen Lebensumstände und den Gesundheitszustand wollte die Polizei vorerst keine Angaben machen. Die Untersuchungen seien noch in vollem  Gange. "Alle Szenarien sind noch offen," sagte ein Sprecher.

Quellen: "AD", RTL


ame / dpa
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