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Italien Journalist recherchiert zu einem vermissten Kind – und findet dabei den kleinen Jungen

Der verschwundene Nicola Tanturli wird von Rettungskräften aus einem Hubschrauber getragen
Rund 1000 Menschen suchten laut BBC-Angaben nach dem verschwundenen Jungen
© Giuseppe Cabras / New Press / Picture Alliance
In der Nacht zu Dienstag war der 21 Monate alte Nicola Tanturli aus dem Haus seiner Eltern gelaufen. Bei einer groß angelegten Rettungsaktion hörte ein italienischer Journalist, der über die Suche berichten wollte, dessen Rufe und verständigte die Carabinieri.

In der Toskana verschwand von Montag auf Dienstag der 21 Monate alte Nicola Tanturli, er wurde am Mittwoch zufällig von einem Journalisten wiedergefunden.

Am Montagabend bringen die Eltern ihre beiden Jungs zu Bett, den kleinen Nicola und seinen vier Jahre alten Bruder. Als sie am nächsten Morgen das Zimmer betreten, ist der Kleine weg. Die Eltern wenden sich an die italienische Polizei und suchen selbst das weitläufige Gebiet um das Haus herum ab. Dieses befindet sich Medienberichten zufolge im italienischen Mugello-Gebiet und damit sehr abgelegen. Gefunden wurde Nicola jedoch nicht.

Daraufhin schalten sich die Behörden ein: Ein Hubschrauber und rund 1000 Menschen, bestehend aus Polizei, Feuerwehrleuten, Bergrettern und Freiwilligen suchen den Jungen, zitiert die BBC einen lokalen Bürgermeister aus der Nähe von Florenz. Doch erst am Mittwoch findet ihn der italienische Journalist Giuseppe Di Tommaso, der für den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Rai arbeitet, zufällig an einem steilen Abhang.

Die Rufe des Jungen werden zuerst für ein Tier gehalten

Di Tommaso ist am Mittwochmorgen in der Gegend, um über die neuerliche Suchaktion zu berichten, bei der die Einsatzkräfte mit Suchhunden, Drohnen und sogar Tauchern die weitere Umgebung absuchen. Rund drei Kilometer vom Haus des Jungen entfernt hört der Journalist Geräusche aus Richtung eines etwa 50 Meter tiefen Steilhangs kommend, berichtet der Carabinieri-Kommandant Danilo Ciccarelli dem lokalen Nachrichtenportal "Nachrichten für Südtirol": "Wir stiegen aus dem Auto aus, ich hörte es auch und dachte zuerst an ein Reh oder einen Hirsch. Doch wir beschlossen, nachzusehen, auch wenn das Gelände sehr steil war".

Der Kommandant seilt sich daraufhin am Steilhang ab und ruft nach dem kleinen Nicola, schildert Ciccarelli die Situation. Als er das Geräusch wieder vernimmt, erwartet er eigentlich ein Tier: "Stattdessen tauchte Nicola mit seinem kleinen Köpfchen im hohen Gras auf, und sagte 'Mama'. Ich näherte mich ihm und sofort fiel er mir um den Hals."

Ein glückliches Ende – nachdem über zwei Tage lang das Schlimmste angenommen wurde. Die erleichterten Eltern werden sofort verständigt und schließen nur wenige Minuten später ihren Sohn in die Arme. Nicola Tanturli wurde zur medizinischen Kontrolle in ein florentinisches Krankenhaus gebracht, soll jedoch gesund und wohlauf sein, berichtet die BBC.

Quelle:  "BBC" / "stol.it"

mkb

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