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Rettungswunder in Italien Kletterer steckt eine Woche ohne Proviant in Felsspalte fest – dann kommt die Rettung

Dieses Bild aus dem Rettungshubschrauber veröffentlichte die Feuerwehr kurz nach der Rettung
Dieses Bild aus dem Rettungshubschrauber veröffentlichte die Feuerwehr kurz nach der Rettung
Italien feiert die Rettung eines 31-jährigen Kletterers. Eine Woche steckte der junge Mann ohne Proviant in einer Felsspalte fest, bis ein Feuerwehrhubschrauber ihn doch noch fand.

Viel Hoffnung bestand nicht mehr – doch nach einer Woche hat eine dramatische Rettungsmission in Italien noch ein gutes Ende gefunden. Sieben Tage nach seinem Verschwinden zogen die Retter Gianpaolo Baggio aus einer Felsspalte – lebend und ohne größere Verletzungen.

Der 31-Jährige Bergliebhaber war vergangene Woche Samstag allein zu einer Wander- und Klettertour am Berg Matajur nahe der Grenze zu Slowenien aufgebrochen. Dabei rutschte er aus und stürzte in eine Felsspalte. Bei dem Sturz zog er sich zwar nur kleinere Verletzungen zu, es war ihm aber nicht möglich, die steile Wand emporzuklettern, um sich zu befreien. 

Rucksack mit Proviant und Ausrüstung verloren

Zudem hatte er bei dem Sturz seinen Rucksack mitsamt Essen und Trinken sowie Kleidung und Mobiltelefon verloren. Er konnte lediglich Wasser aus einem Rinnsal trinken, das auf natürlichem Wege durch die Felsen floss. Am schlimmsten sei die Kälte in den Nächten gewesen, berichtete Baggio nach seiner Rettung. Er habe nur leichte Kleidung und kurze Hosen getragen und sich nachts mit Blättern bedeckt.

Nach seinem Verschwinden hatten Rettungskräfte tagelang vergeblich die Route abgesucht, die Baggio nehmen wollte. An der Suche waren Bergrettung, Feuerwehr und Carabinieri beteiligt. Doch selbst Suchhunde am Boden und Drohnen in der Luft konnten den gelernten Ingenieur zunächst nicht aufspüren. Schließlich entdeckte ein Feuerwehr-Helikopter den Verschollenen doch noch in der Felsspalte – etwa 100 Meter von der eigentlichen Route entfernt.

Ein Foto, das die Feuerwehr auf Twitter veröffentlichte, zeigt den jungen Mann mit emporgereckten Daumen im Rettungshubschrauber sitzen. "Er hat ein paar Schrammen, ist dehydriert, aber er ist am Leben und sie bringen ihn in ein Krankenhaus", sagte der örtliche Bürgermeister, Camillo Melissa laut Corriere della Sera. "En großes und herzliches Dankeschön an alle, die bei der Suche geholfen haben, einschließlich der lokalen Freiwilligen."

Quellen: Corriere della Sera / Rai / Udine Today / Feuerwehr

bak

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