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Jagd nach Elfenbein: Wilderer töten seltenen Riesenelefanten

Wegen seiner Größe und seiner langen Stoßzähne war er in Kenia berühmt: Satao, einer der größten Elefanten der Welt, wurde nun von Wilderern erschossen - aus Gier nach Elfenbein.

Wegen seiner extralangen Stoßzähne ist Satao, der als einer der größten Elefanten der Welt galt, in Kenia getötet worden. Das teilte die kenianische Tierschutzstiftung Tsavo mit. Wilderer erschossen Satao mit Giftpfeilen, zerhackten sein Gesicht und brachen die Stoßzähne heraus.

Der Angriff ereignete sich bereits im Mai, Anfang dieses Monats wurde der Kadaver entdeckt. Anhand der Ohren und anderer charakteristischer Merkmale stellten Tierschützer nun zweifelsfrei fest, dass es sich um Satao handelte. "Es gibt keinen Zweifel mehr daran, dass Satao tot ist."

Satao war in seinem Heimatland eine Kultfigur und einer der letzten Elefanten, deren Stoßzähne bis zum Boden reichen: Bis zu 50 Kilogramm Elfenbein wiegt jeder seiner riesigen Stoßzähne. Er wurde 50 Jahre alt - laut der Lebenserwartung von Tieren seiner Art hätte er noch bis zu 30 Jahre leben können.

"Ein geliebter Elefant musste sein Leben lassen, nur, damit irgendjemand irgendwo ein Schmuckdose auf seinen Kaminsims stellen kann", schrieb die Stiftung in einem öffentlichen Äußerung.

Satao wurde lange gejagt

Tsavo Trust hatte Satao 2012 in eines ihrer Schutzprogramme für Elefanten aufgenommen: Seine Bewegungen wurden genau verfolgt; Bodenpersonal beobachtete sein Umfeld. Trotzdem war es Wilderern bereits im März gelungen, Giftpfeile auf Satao abzuschießen. Durch den schnellen Einsatz von Tierärzten kam der Dickhäuter damals jedoch bald wieder auf die Beine.

Dieses Mal hatte er kein Glück. Am 19. Mai wurde Satao zuletzt lebend gesehen, Wochen später wurde sein toter Körper gefunden. Laut dem kenianischen Tierschutzbund sind im Laufe des aktuellen Jahres bereits mindestens 100 Elefanten von Wilderern erlegt worden.

jen mit AFP
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