HOME

Feuer-Drama: "Es dürfte noch schlimmer werden": 74 Tote und über 1000 Vermisste bei kalifornischen Feuern

In Kalifornien wütet weiter das Feuer. In der Nacht hat sich die Zahl der Betroffenen dramatisch erhöht: Über 1000 Menschen sollen demnach noch vermisst werden. Die Zahl der Toten ging ebenfalls nach oben.

Video: Rund 1000 Vermisste nach Feuerkatastrophe in Kalifornien

Die gigantischen Feuer in Kalifornien wüten weiter - und fordern immer mehr Opfer. Obwohl mehr als 9.000 Feuerwehrleute vor Ort sind, sind die Feuer weiter nicht völlig gebannt. Unterdessen wurden die Überreste drei weiterer verbrannten Personen gefunden, berichtet "ABC". Damit steigt die Zahl der bestätigten Opfer auf 74 Tote. 13 von ihnen sind immer noch nicht identifiziert.

Immer wieder entdecken die Rettungskräfte in Kalifornien weitere Opfer

Immer wieder entdecken die Rettungskräfte in Kalifornien weitere Opfer

Picture Alliance

Und es könnten noch mehr werden. Mindestens 1.011 Personen sind nach wie vor als vermisst gemeldet, der Großteil im Gebiet um Butte County. Das örtliche Sheriff-Department ruft die vor den Feuern geflüchteten Menschen dazu auf, sich bei einer Polizei-Stelle oder anderen Behörden zu melden und zu überprüfen, ob sie von Freunden und Verwandten auf eine der Vermissten-Listen gesetzt wurden. Durch das Feuer wurden über 12.000 Wohnhäuser zerstört, über 30.000 Menschen sind auf der Flucht, viele sind in Notunterkünften oder bei Freunden untergekommen.

"Es dürfte noch schlimmer werden"

Das Ausmaß der Brände hat auch die Rettungskräfte geschockt. "Das ist das mit Abstand schlimmste Feuer in der Geschichte Kaliforniens. Und es dürfte noch schlimmer werden", sagte Thom Porter gegenüber "ABC". Er ist Strategie-Chef der kalifornischen Brandschutz-Behörde. Laut "CNN" sind nur etwa 50 Prozent der Feuer unter Kontrolle.

US-Präsident Donald Trump wird heute im Laufe des Tages erwartet, um sich gemeinsam mit dem kalifornischen Gouverneur Jerry Brown vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Er hatte im Oktober den Bundesstaat an der Westküste scharf angegriffen und erklärt, dass dort die Wälder einfach nicht ausreichend von toten Bäumen und abgefallenen Blättern befreit werden würden. Die wahren Gründe dürften eher an der immer größeren Dürre liegen. Im sehr trockenen Kalifornien regnet es kaum, ein Großteil des Grundwassers wird für den Anbau von Obst und Gemüse verbraucht.

Unter den Betroffenen des Feuers sind auch viele Prominente. Neben US-Schauspielern und Sängern zählen etwa auch Thomas Gottschalk und Till Schweigers Ex-Frau Dana dazu. Ein Interview mit ihrer Sicht der Lage finden Sie hier. 

Quellen: "ABC", "CNN", "The Hill"

Feuer in Malibu: Dana Schweiger: "Trump soll sich hier nicht blicken lassen"


mma
Themen in diesem Artikel