Kannibalismus Gefangener isst Herz eines Mithäftlings


Ein grausamer Fall von Kannibalismus schockiert die Menschen in Frankreich. In Rouen hat ein Untersuchungshäftling das Herz seines Zellengenossen verspeist.

Ein Häftling hat in Rouen (Normandie) einen Zellengenossen getötet, um sein Herz zu essen. Die Leiche des 31-jährigen Opfers wurde am Mittwoch mit einer klaffenden Wunde in der Brust gefunden. Der 35-jährige Täter habe angegeben, das Herz verzehrt zu haben, teilte die Polizei mit.

Ersten Ermittlungen zufolge war es in der Zelle mit drei wegen Sexualstraftaten einsitzenden Untersuchungshäftlingen zu einem heftigen Streit gekommen. Der 31-Jährige sei zunächst verprügelt und dann mit einem Plastiksack erstickt worden. Eine Autopsie soll zeigen, ob der Täter das Herz tatsächlich verzehrt hat. Das Opfer war erst wenige Tage zuvor in die Zelle verlegt worden. Der dritte Häftling habe keinen Alarm geschlagen und müsse deshalb ebenfalls mit einem Verfahren rechnen, hieß es.

Rechtsanwälte kritisierten wegen des Vorfalls die Überbelegung der französischen Gefängnisse. Man schließe bedenkenlos Menschen in einer Zelle zusammen. In Rouen teilten sich nach offiziellen Angaben im Dezember 706 Häftlinge 675 Plätze.

DPA DPA

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