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Lenggries: 60 Skifahrer sitzen in Brauneck-Seilbahn fest

Mulmiges Gefühl für rund 60 Skifahrer bei Lenggries: Seit etwa zehn Uhr sitzen sie in den Gondeln der Seilbahn des Skigebiets Brauneck fest. Derzeit rücken Helikopter aus, um die Menschen aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die ersten Wintersportler haben inzwischen wieder festen Boden unter den Füßen.

Seit Dienstagvormittag sitzen etwa 60 Menschen in einer Seilbahn des bayerischen Skigebietes Brauneck fest. Einige von ihnen müssen voraussichtlich mit Hubschraubern aus den etwa 25 feststeckenden Gondeln befreit werden, erklärte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Etwa gegen zehn Uhr habe die Bergbahn von Lenggries zum Gipfel plötzlich ihren Betrieb eingestellt und stehe seitdem still, sagte ein Sprecher. Derzeit sei nicht absehbar, wann die Bahn wieder fahren könne.

Im Bereich der Berg- und Talstation der Bahn sind inzwischen die ersten Wintersportler befreit worden. Im mittleren Bereich der Seilbahn könnten die Gondeln jedoch nur per Hubschrauber evakuiert werden, da sie über unwegsamem Gelände hingen, hieß es.

Je nach Standort der Gondel sollten die Passagiere entweder auf die Skipiste abgesetzt oder aber in den Hubschrauber hochgezogen werden, sagte ein Polizeisprecher. Weitere Gondeln würden mit Drehleitern der Feuerwehr oder einem Rettungsgerät, das am Seil der Bahn fährt, evakuiert. Bis alle Menschen aus der Bahn geholt seien, werde es voraussichtlich noch mehrere Stunden dauern, sagte er.

Für die Festsitzenden bestehe keine akute Gefahr, betonte ein Polizeisprecher. Die Gondeln drohten nicht abzustürzen, sie bewegten sich lediglich nicht. Auch beim Stopp sei niemand verletzt worden.

Die Rettung per Hubschrauber aus einer Seilbahn sei nicht häufig notwendig, dank regelmäßigem Training aber weitgehend unproblematisch, erklärte ein Sprecher der Bergwacht. Auch das Wetter mache den Helfern demnach keine Probleme. Am Dienstag waren rund 100 Mitarbeiter von Bergwacht, Polizei und Feuerwehr im Einsatz.

Die Brauneck-Bergbahn überwindet auf einer Fahrstrecke von 2500 Metern einen Höhenunterschied von 800 Metern. Dabei schweben die Gondeln bis zu 70 Meter hoch über dem Boden.

APN/DPA/AFP / DPA
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