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Nagetierplage Mäuse vertreiben: Darum sind Lebendfallen sinnvoller als Giftköder

Mäuse knabbern gerne Kabel an
Kleine Hinterlassenschaften und angeknabberte Kabel verraten den ungebetenen Gast
© tenra / Getty Images
Haben es sich Mäuse erst einmal in Ihrem Zuhause gemütlich gemacht, werden Sie die kleinen Nager nicht mehr los. Trotzdem sind Giftköder die denkbar schlechteste Methode, um Mäuse zu vertreiben – warum das so ist, erfahren Sie hier.

Vor allem in den kalten Wintermonaten (aber auch das gesamte Jahr über) verirren sich viele Mäuse in Keller und Wohnräume, auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten. Ihr Besuch bleibt jedoch nicht lange unbemerkt: Spätestens, wenn Sie die ersten Kot- oder Schmierspuren entdecken, Lebensmittel angefressen oder Sie von nächtlichen Geräuschen aus der Vorratskammer geweckt werden, können Sie sicher sein, dass es sich die kleinen Nager in Ihrem Zuhause gut gehen lassen. Das Problem daran ist, dass sich Mäuse sehr schnell vermehren, Ihr Essen verunreinigen und Kabel annagen – und somit teure Schäden anrichten. Trotzdem sollten Sie die Tiere nicht töten, sondern lebend fangen. Welche Fallen und Hausmittel am besten geeignet sind, um Mäuse zu vertreiben, und warum Sie die Finger von Giftködern lassen sollten, wird in diesem Artikel erläutert.

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Heimliche Besucher: So erkennen Sie den Mäusebefall

Mäusekot ist sehr gut zu erkennen: Die kleinen schwarzen Kötel werden von den Nagetieren auf ihren Laufwegen überall verteilt. Wenn diese noch frisch sind, haben sie eine weiche Konsistenz – nach ein paar Tagen wird der Kot jedoch härter und zerbröselt, wenn sie ihn berühren sollten. Entdecken Sie den Mäusekot erst nach ein paar Wochen, ist er bereits steinhart. Wenn Sie herausfinden wollen, wie weich oder hart die Köttel sind, sollten Sie auf jeden Fall immer zuerst Handschuhe anziehen.

Alternativ dazu deuten auch sogenannte Schmierspuren auf einen Mäusebefall hin: Dabei handelt es sich um eine sichtbare Spur, die aus Körperfett und Schmutzpartikeln der Nagetiere besteht. Sie entsteht ebenfalls auf den täglichen Laufwegen, die Mäuse regelmäßig nutzen. Folgen Sie der Schmierspur, finden Sie möglicherweise sogar das Nest der Tiere. Hier ist das Aufstellen einer Lebendfalle besonders sinnvoll – und führt meist auch recht schnell zu einem erfolgreichen Ergebnis.

Mäuse nagen so ziemlich alles an, nicht nur Nahrungsmittel wie Brot, Obst, Nüsse oder Speck. Sie fressen sich auch durch Plastik, Pappe oder Holz, um an ihr Ziel zu gelangen. Aber warum findet man dann auch Bissspuren an Kabeln? Tatsächlich nutzen die Nagetiere die Isolation zur Zahnpflege, da ihre Zähne ein Leben lang wachsen und durch das Zerkauen fester Gegenstände scharf und kurz bleiben. Aus diesem Grund sind angenagte Kabel auch ein wichtiger Hinweis für einen Mäusebefall.

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Mausefalle: Warum Giftköder tödlich, aber nutzlos sind

Laut Peta, Deutschlands größter Tierrechtsorganisation, sind Giftköder für Mäuse grausam und nutzlos. Fressen die Nager das Gift, erleiden sie einen langsamen und qualvollen Tod, indem sie innerlich verbluten. Abgesehen davon sind die meisten Köder für Menschen und Haustiere hochgradig giftig, das Gleiche gilt für Wildtiere: Nehmen sie das Gift direkt auf oder durch das Fressen einer vergifteten Maus, sterben sie auf grausame Art und Weise. "Hinzu kommt, dass diese tödlichen Methoden Nager nie langfristig fernhalten und sogar das Gegenteil bewirken können, denn durch die Tötung der Tiere stehen den überlebenden Artgenossen mehr Platz und Nahrung zur Verfügung. Freie Reviere werden blitzschnell wieder besetzt und die Verluste in der Population durch eine erhöhte Fortpflanzung ausgeglichen", warnt Peta ausdrücklich. Stattdessen sollten Sie lieber auf Lebendfallen oder altbewährte Hausmittel setzen. Welche das sind, erfahren Sie weiter unten.

Kleine Maus sitzt gefangen in einer Falle
Mit einer Lebendfalle kann die Maus ganz leicht eingefangen werden
© Janny2 / Getty Images

Mäuse vertreiben: So werden Sie die Nagetiere los

Lebendfalle

Wenn Sie sich für eine Lebendfalle entscheiden, sollten Sie einen Köder darin (zum Beispiel Erdnussbutter) möglichst weit hinten platzieren – damit der Schwanz nicht eingeklemmt wird. Laut Peta ist es wichtig, die Falle jede Stunde zu kontrollieren, da Mäuse sehr stressempfindlich sind und durch die Anspannung oder eine mögliche Dehydrierung nach ein paar Stunden versterben können. Haben Sie einen Nager gefangen, decken Sie die Falle am besten mit einem Tuch ab, um Stress zu vermeiden – und lassen das Tier erst nach mindestens 100 Metern Entfernung von Ihrem Zuhause frei, damit es nicht den Weg zu Ihnen zurückfindet.

Ultraschall

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte, die Mäuse mithilfe von Ultraschall vertreiben sollen. Laut Hersteller irritieren die Wellen, die ein aktivierter Schädlingsbekämpfer aussendet, die Nagetiere so sehr, dass sie von Ihrem Zuhause verbleiben sollen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für andere Störenfriede – wie zum Beispiel Schaben, Ameisen, Fliegen und andere Insekten.

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Abriegelung

Damit sich Mäuse erst gar keinen Zutritt zu Ihren Wohnräumen verschaffen, gilt es herauszufinden, welche Löcher oder Ritze als Eingang genutzt werden könnten. Überprüfen Sie alle Außenwände und Türspalten, Kabelkanäle und undichte oder offene Fenster. Achten Sie hier nicht nur auf besagte Spuren (wie oben beschrieben), sondern riegeln oder dichten Sie alle möglichen Schwachstellen ab – zum Beispiel mit Silikon oder Mörtel.

Lebensmittel

Nagetiere haben einen ausgeprägten Geruchssinn und können ihre Nahrung über weite Entfernungen aufspüren. Für Mäuse spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um frische Abfälle oder Vorräte handelt. Umso wichtiger ist es, den Müll regelmäßig zu entsorgen – und zwar so, dass die Mülltonnen mit den Essensresten möglichst weit weg vom Haus liegen. Das Gleiche gilt auch für Kompost. Und da sich die Tiere auch durch Papier und Plastik fressen, um an Nahrung zu gelangen, sollten Sie Ihre Vorräte wie zum Beispiel Nudeln immer in luftdichten Glas- oder Metallboxen aufbewahren.

Tipps & Tricks: Die besten Hausmittel gegen Mäuse

Wie bei jedem "Schädling" gibt es natürlich auch bei Nagetieren eine Vielzahl an Hausmitteln, die Mäuse vertreiben können sollen. Ob diese wirklich helfen, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Zu den Bekanntesten zählen:

  1. Nehmen Sie einen Lappen aus Baumwolle, beträufeln ihn mit Pfefferminzöl und stecken ihn in das Loch, hinter dem Sie Mäuse vermuten. Der Geruch soll die Tiere vertreiben.
  2. Cayennepfeffer ist nicht nur ein beliebtes Gewürzmittel zum Schärfen, sondern soll Mäuse fernhalten, indem sie ihn dort verstreuen, wo Sie die ersten Spuren entdeckt haben.
  3. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für andere Lebensmittel, wie etwa frische Minze und Kamille, Chilischoten und Gewürznelken oder Oleander.
  4. Essig ist ebenfalls ein bewährtes Hausmittel, um Mäuse zu vertreiben. Mischen Sie ihn mit Wasser und putzen damit den gesamten Boden in Ihrer Wohnung.

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