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Methanverpuffung im Stall: Kühe pupsen Dach kaputt

Wenn ein Stalldach den Ausdünstungen einer Rinderherde den Abzug versperrt, kann dies explosive Folgen haben. So wie bei einer Verpuffung im hessischen Rasdorf geschehen.

Pupsende und rülpsende Kühe haben in Hessen beinahe ihren Kuhstall in die Luft gejagt. Die 90 Milchkühe hatten in dem Stall in Rasdorf mit ihren Blähungen jede Menge Methangas freigesetzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Gas habe sich entzündet und sei in einer Stichflamme verpufft - wohl nach einer statischen Entladung an der Massage-Maschine im Stall. Das Dach wurde beschädigt, eine Kuh erlitt leichte Verbrennungen. Auf dem Bauernhof waren nach Polizeiangaben die Feuerwehr und ein Gasmesstrupp im Einsatz.

Die durchschnittliche Zuchtkuh produziert zwischen 100 und 200 Liter Methan am Tag. Jenem hochgiftigem Gas, dass einen etwa 23 Mal stärkeren Einfluss auf den Klimawandel hat als Kohlendioxid. Eine Kuh ist damit in etwa so schädlich für das Klima wie ein Auto. Genauer gesagt produziert jedoch nicht das Hausrind selbst Methan, sondern die Bakterien in seinen vier Mägen. Das Rind schickt das leicht entzündliche Gas lediglich durch seine Körperöffnungen auf seine zerstörerische Reise zur Atmosphäre.

Bei schätzungsweise 1,5 Milliarden Kühen weltweit, mit annähernd der doppelten Biomasse aller Menschen, dürfte der Beitrag der Rindfleisch- und Milchproduktion am Klimawandel enorm sein. In einer Studie wurde sogar schon versucht, das Rülpsen und Pfurzen der Kühe mithilfe von Knoblauch als Futterzusatz einzudämmen.

ono/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?