HOME

Treibhausgas: Energie statt Klimaschutz: Trump will Freisetzung von hochschädlichem Methan erleichtern

US-Präsident Donald Trump hat noch nie besonders viel vom Klimaschutz gehalten. Jetzt will er ein Gesetz zur Begrenzung der Freisetzung des Treibhausgases Methan kippen - zugunsten der Öl-und Gasindustrie.

US-Präsident Donald Trump

Klimaschutz? Nein danke!: US-Präsident Donald Trump

AFP

Eine der letzten bislang unangetasteten Klimaschutzregelungen aus der US-Präsidentschaft von Barack Obama soll jetzt offenbar fallen. Die Regierung seines Nachfolgers Donald Trump habe am Montag (Ortszeit) Schritte unternommen, um eine Regelung, die den Ausstoß des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre begrenzt, abzuschaffen, berichtet die "New York Times".

Die Richtlinie gilt für Energieunternehmen, die auf Bundesgebiet nach Öl- oder Gasvorkommen bohren. Sie verpflichtet die Firmen, austretendes Methan aufzufangen, ihre Ausrüstung auf den neuesten Stand zu bringen und neue Pläne zur Abfallminimierung bei Bohrungen auf staatlichem Gelände zu erstellen.

Methan ist wesentlich schädlicher als CO2

Das Treibhausgas Methan hat eine etwa 25 Mal so starke Erwärmungswirkung wie Kohlendioxid. Es entsteht durch die industrielle Tierhaltung, auf Mülldeponien, beim Reisanbau, bei der Verrottung abgestorbener Pflanzen, beim Auftauen von Permafrostböden, aber eben auch in der Erdöl- und Erdgasindustrie. Laut "New York Times" macht Methan neun Prozent aller inländischen Treibhausgasemissionen in den USA aus; etwa ein Drittel davon komme Schätzungen zufolge aus der Öl- und Gasgewinnung.

Die nun von Trump ins Visier genommene Regelung zielte auf versehentliche Gaslecks und den Prozess des Abbrennens von austretendem Gas, dem sogenannten Flaring. Obama hatte sie kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Teil einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels erlassen. Nach Schätzungen von 2016 würde die Maßnahme bis zu 180.000 Tonnen Methanemissionen pro Jahr verhindern, was in etwa dem Ausstoß von 950.000 Autos entspricht, wie die "New York Times" berichtet.

Donald Trump setzt auf heimische Energie

Das Innenministerium nannte die Regel dem Blatt zufolge kostspielig, redundant und übermäßig belastend. "Um Energiedominanz durch verantwortungsbewusste Energieerzeugung zu erreichen, brauchen wir intelligente Vorschriften, keine Strafvorschriften", zitiert die Zeitung aus einer Erklärung der zuständigen Abteilung. Die US-Regierung hat dem Innenministerium gerade 11,3 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt, mit denen heimische Energieressourcen erschlossen und die Energiegewinnung auf öffentlichem Grund und in öffentlichen Küstengewässern vorangetrieben werden sollen.

Die Öl- und Gasindustrie argumentierte, dass sie die Regelung bis zu 279 Millionen Dollar kosten könnte und sie die Produktion behindern würde. Sie hat die Aufhebung der Verordnung zur obersten Priorität erklärt.

Umweltaktivisten verurteilten den Plan laut "New York Times". Die Aufhebung der Regelung würde zu Richtlinien über Methanabfälle zurückführen, die fast 40 Jahre alt seien, so ihr Argument. Außerdem hätte sie eine unkontrollierte Verschwendung von Erdgas und unnötige Umweltverschmutzung zur Folge.

Erst im Mai hatte die Trump-Regierung das Herunterfahren eines wissenschaftlich anerkannten Klimaschutz-Programmes der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Messung der Treibhausgaskonzentration eingeleitet. Kritiker monierten damals, Trump schwäche mit dem Schritt die US-Klimawissenschaft und verhindere verlässliche Angaben über Veränderungen von Treibhausgasausstößen in der Zukunft über die USA hinaus. Damit sei auch die Überwachung der Klimaziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen in Gefahr. Trump hat allerdings im Juni 2017 bereits angekündigt, aus dem Abkommen auszutreten, weil dieses die Vereinigten Staaten benachteilige und Jobs koste. Ein formeller Ausstieg ist allerdings frühestens Ende 2020 möglich.

Mar-a-Lago: Wie Trumps Luxusanwesen nach dem Klima-Gau aussähe
mad
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.