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Mindestens 18 Tote: Anschlag vor Militärakademie in Algerien

Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag vor einer Militärakademie sind in Algerien mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kaserne in Algerien sind 18 Menschen getötet worden. Zwei Attentäter seien mit einem Motorrad vorgefahren und hätten sich am Eingang des Militärkomplexes in Cherchell - etwa 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Algier - in die Luft gesprengt, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden. Der Anschlag habe sich am Freitagabend kurz nach dem Fastenbrechen im muslimischen Fastenmonat Ramadan ereignet. Bei den Toten handele es sich um 16 Soldaten und zwei Zivilisten, sagte ein Krankenhausmitarbeiter. Es ist einer der schwersten Anschläge in Algerien in den vergangenen Jahre. Auch wenn die Gewalt islamistischer Gruppen zuletzt abgenommen hat, verüben Anhänger der Al Kaida im islamischen Maghreb immer wieder Anschläge in dem nordafrikanischen Land.

Im August 2008 kamen bei einem Bombenanschlag auf eine algerische Militärakademie 48 Menschen ums Leben. Im Juni 2009 wurden bei einem Überfall islamistischer Rebellen auf Sicherheitskräfte 19 Menschen getötet.

AFP/Reuters / Reuters