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Mutprobe in Tübingen: Student steckte in Stein-Vagina fest

Im Angesicht der Weiblichkeit: Die Erkundung einer Skulptur endete für einen US-Studenten äußerst peinlich - er blieb in der Stein-Vulva stecken. Die Feuerwehr musste ihn retten.

Eigentlich wollte der US-Student nur eine Mutprobe machen, doch es wurde die wahrscheinlich peinlichste Aktion seines Austauschsemesters. Hoch oben auf dem Scharrenberg in Tübingen thront das Großwerk des peruanischen Künstlers Fernando de la Jara: Eine detaillierte Skulptur des weiblichen Geschlechts. Keine Besonderheit im liberalen Studentenstädtchen Tübingen. Seit 13 Jahren steht die Vagina beinahe unbeachtet vor dem Institut für Mikrobiologie und Virologie. Doch der amerikanische Student hat der Skulptur "Pi-Chacan", was in der Sprache der peruanischen Indios soviel wie "Liebe machen" bedeutet, jetzt die verdiente Aufmerksamkeit gebracht.

Vertane Liebesmüh

Er hatte versucht sich in den Hohlraum der marmornen Vagina zu zwängen. Ein schweres Unterfangen, welches nicht wie gewollt funktionierte. Am Freitagnachmittag erhält die Tübinger Polizei den Notruf: "Eine Person ist in einer Stein-Vulva eingeklemmt." Der Student war abgerutscht und mit den Beinen an einer Engstelle stecken geblieben. Auch die etwa 15 umstehenden Personen auf dem Gelände des Instituts, konnten - trotz ihrer mutmaßlichen Fachkunde - nicht helfen. Erst die herbeigerufene Feuerwehr konnte Student und Vulva unversehrt voneinander trennen.

Glück für den Studenten, denn neben dem Spott im Netz hätte er sonst auch noch die Reparaturkosten für die 120.000 Euro Vagina-Skulptur tragen müssen.

Stephanie Beisch
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