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Nach tödlichem Unfall: "Gorch Fock"-Kadetten kehren vorzeitig nach Deutschland zurück

Die Ausbildung auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" ist bis September 2011 unterbrochen worden. Grund ist der tödliche Unfall einer jungen Offiziersanwärterin. Nun soll der gesamte Ausbildungsplan auf den Prüfstand.

Wegen des tödlichen Unfalls einer 25-jährigen Offiziersanwärterin ist die Ausbildung auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" vorübergehend ausgesetzt worden. Ein Sprecher des Presse- und Informationszentrums Marine in Glücksburg bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Ein Ausbildungsdurchgang mit 73 Teilnehmern sei abgebrochen worden. Sie sollen voraussichtlich am Montag aus Brasilien, wo die "Gorch Fock" seit dem Unfall Anfang November liegt, nach Deutschland zurückkehren und weiter auf der Marineschule ausgebildet werden. Ursprünglich sollten sie bis Dezember auf dem Segelschulschiff bleiben.

Die Entscheidung fiel nach Angaben des Marine-Sprechers aus Rücksicht auf die Familie der jungen Kadettin und die übrigen Offiziersanwärter. Die Segelausbildung auf der "Gorch Fock" werde trotz des bedauerlichen Unfalls grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Es solle aber geprüft werden, ob die Ausbildung verbesserungswürdig ist. Der nächste Ausbildungsdurchgang von Offiziersanwärtern wird erst ab September nächsten Jahres auf dem Schiff erwartet.

Die 25-jährige See-Kadettin war während eines Aufenthalts in dem brasilianischen Hafen Salvador de Bahia während einer Übung aus der Takelage gestürzt und auf das hölzerne Deck geprallt. Wenig später starb sie in einem Krankenhaus.

AFP/APN