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Naturgewalten in den USA: Feuer und Fluten bedrohen Atomanlagen

Flutwelle im Norden und Buschfeuer im Süden: In den USA sind zwei Atomanlagen von Naturkatastrophen bedroht. Zehntausende Menschen wurden evakuiert, die beiden Anlagen sind momentan nicht in Betrieb.

Brände bedrohen das wichtigste Atomforschungszentrum der USA. Das Zentrum Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico ist seit Montag geschlossen und bleibe weiterhin zu, teilten die Behörden mit. Sie ordneten zugleich an, dass wegen des Drehens der Windrichtung mit der Evakuierung von etwa 12.000 Bewohnern aus der Stadt Los Alamos begonnen werden soll.

Die Brände wüten vor allem südwestlich des staatlichen Forschungszentrums, in dem mehr als zehntausend Menschen arbeiten. Am Montag stand laut einem Bericht des Fernsehsenders CNN eine Fläche von 178 Quadratkilometern in Flammen, das entspricht etwa der Größe von Liechtenstein. Auch in einer der äußersten Ecken der riesigen Anlage loderte ein Feuer. Allerdings betonte das Forschungszentrum, dass keinerlei radioaktive Strahlung ausgetreten sei. "Alle gefährlichen und radioaktiven Materialien" seien "angemessen gesichert".

Zeitgleich zu den Bränden in New Mexico näherte sich im Bundesstaat Nebraska eine Flutwelle einem Atomkraftwerk, nachdem die Wassermassen des Missouri zuvor einen Schutzwall durchbrochen hatten. Neben- und Sicherheitsgebäude des Fort-Calhoun-Kraftwerks seien bereits von Wassermassen umgeben, hieß es von der US-Atomaufsicht. Das Atomkraftwerk ist derzeit nicht in Betrieb.

liri/AFP / AFP