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Pakistan: Selbstmordattentäter reißt acht Menschen mit in den Tod

Bei einem Bombenanschlag in einem Krankenhaus in der südwestpakistanischen Stadt Quetta sind am Freitag mindestens acht Menschen getötet worden. Unter den Toten sind ein Polizist und ein Kameramann eines pakistanischen Fernsehsenders.

Ein Selbstmordattentäter hat am Freitag in der pakistanischen Provinz Baluchistan mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen. Wie die Polizei mitteilte, wurden 35 weitere Menschen verletzt, als sich der Täter auf dem Parkplatz eines Krankenhauses in der Provinzhauptstadt Quetta in die Luft sprengte. Ziel des Anschlags sei eine Gruppe schiitischer Muslime gewesen, die sich vor der Klinik versammelt hatte, hieß es.

In Pakistan kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit. Etwa 80 Prozent der mehr als 150 Millionen Pakistaner sind Sunniten. Teile der Provinz Baluchistan, die an die afghanischen Unruheprovinzen Helmand und Kandahar grenzt, gelten zudem als Rückzugsraum für radikal-islamische Taliban-Kämpfer und El-Kaida-Terroristen.

DPA/AFP / DPA
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