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News des Tages: Großrazzia im Drogenmilieu - 165 Polizisten im Einsatz

Anti-Terroreinsatz in mehreren Bundesländern +++ Explosion in Antalya +++ Horrorclown von Jugendlichen verletzt +++ Mehr als 50 Tote bei Terrorattacke auf Polizeischule in Pakistan +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

165 Polizisten sind mit einer umfangreichen Razzia gegen mutmaßliche Drogen- und Waffenhändler vorgegangen

165 Polizisten sind mit einer umfangreichen Razzia gegen mutmaßliche Drogen- und Waffenhändler vorgegangen

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 21.45 Uhr: Zwei Verhaftungen bei Razzia gegen Drogen- und Waffenhändler +++

Bei einer großen Razzia gegen mutmaßliche Drogen- und Waffenhändler in Nordrhein-Westfalen und in Wien hat die Polizei zwei Beschuldigte verhaftet. Beamte durchsuchten am Dienstag 27 Wohnungen und Gastronomiebetriebe unter anderem in Köln, Bonn und der österreichischen Hauptstadt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mitteilten. Mit Hilfe von Spezialeinheiten wurden Haftbefehle gegen zwei Personen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vollstreckt.

Dem Einsatz waren mehrmonatige Ermittlungen gegen bislang 19 Beschuldigte vorausgegangen. Ihnen werden illegaler Waffenhandel, unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln sowie die Verabredung zum Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Bei der Razzia waren 165 Polizisten im Einsatz, die von Spezialeinheiten unterstützt wurden. Weitere Details zu der Aktion will die Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt geben. "Wir müssen uns erst einen Überblick verschaffen", sagte ein Sprecher am Dienstag.

+++ 19.30 Uhr: Frau wegen Betrugs nach Germanwings-Absturz in Köln vor Gericht +++

Gut eineinhalb Jahre nach dem Germanwings-Absturz in den französischen Alpen muss sich eine 35-Jährige ab Mittwoch vor dem Kölner Amtsgericht verantworten, weil sie sich fälschlicherweise als Opferangehörige ausgab. Sie ist nach Angaben des Gerichts wegen Betrugs in zwei Fällen angeklagt. Die Frau hatte sich gegenüber dem Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa als Cousine einer getöteten Passagierin ausgegeben. 

+++ 17.30 Uhr: US-Richter billigt Milliarden-Vergleich im VW-Abgasskandal +++

Volkswagen kann den dicksten Brocken seiner "Dieselgate"-Rechtslasten in den USA aus dem Weg räumen. Der für Hunderte Zivilklagen zuständige Richter Charles Breyer gab seine endgültige Zustimmung zu einem Vergleich, der den Konzern bis zu 16,5 Milliarden Dollar (15,2 Mrd Euro) kosten könnte. Der Kompromiss sei "fair, angemessen und adäquat", teilte Breyers Gericht mit. Der Richter hatte schon bei einer Anhörung vor einer Woche signalisiert, dass er grünes Licht geben würde.

+++ 17.13 Uhr: US-Präsident Obama kommt im November noch einmal nach Deutschland +++

US-Präsident Barack Obama wird überraschend noch einmal Deutschland besuchen. Das Weiße Haus teilte am Dienstag in Washington mit, der scheidende Präsident werde am 16. November aus Athen nach Berlin kommen und am 18. November zu einem Gipfel ins peruanische Lima weiterreisen.

+++ 15.36 Uhr: Gefasster Dieb stiehlt auf Polizeiwache weiter +++

Nach seiner Festnahme wegen Diebstahls hat ein Jugendlicher gleich noch ein zweites Mal zugegriffen - diesmal ausgerechnet auf der Polizeiwache. Er und sein Freund waren nachts auf dem Privatgrundstück eines Polizisten in Nordrhein-Westfalen in eine Garage eingedrungen und dabei auf frischer Tat ertappt worden, wie sie zwei Taschenlampen einsteckten. Kaum trafen die beiden zur Vernehmung auf der Polizeiwache ein, nutzte einer der Jugendlichen einen unbeobachteten Moment und steckte sich eine weitere Taschenlampe in die Hosentasche. Doch ein Beamter kam dem Gauner auf die Schliche. Nun wird der 17-Jährige gleich zweimal wegen Diebstahls angezeigt, wie die Polizei in Gütersloh mitteilte.

+++ 15.15 Uhr: BGH verbietet Banken Mindestentgelt für Kontoüberziehung +++

Banken dürfen für die kurzfristige Überziehung eines Girokontos über den Dispokredit hinaus keine Mindestentgelte fordern, wenn für sie ansonsten nur minimale Zinsprofite anfallen. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag. Damit setzten sich Verbraucherschützer gegen die Deutsche Bank und die Targobank durch

+++ 14.41 Uhr: Keine Festnahme bei Anti-Terroreinsätzen am Morgen +++

Bei den Anti-Terror-Einsätzen in fünf Bundesländern hat es keine Festnahmen gegeben. "Es gibt keinen Haftbefehl", sagte eine Sprecherin des Thüringer Landeskriminalamtes am Nachmittag in Erfurt. Spezialkräfte der Polizei hatten am Dienstag zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft in mehreren Thüringer Orten, in Hamburg, Dortmund sowie in den Großräumen Leipzig und München durchsucht. Hauptverdächtig sei ein 28-jähriger Tschetschene mit russischem Pass, der als Asylbewerber im thüringischen Suhl leben soll.

Er soll beabsichtigt haben, sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen. Ermittlungen wegen Terrorismusfinanzierung richteten sich gegen weitere 13 beschuldigte Tschetschenen, allesamt Asylbewerber. Der Verdacht auf Sprengstoff in einer Unterkunft habe sich nicht bestätigt. Ein weißes Pulver würde aber untersucht. Die Substanz sei ungefährlich.

+++ 11.35 Uhr: Haftbefehl gegen GEZ-Verweigerin aufgehoben +++

Eine 43-jährige Brandenburgerin, die seit mehr als drei Jahren die Zahlung ihres Rundfunkbeitrags verweigert, muss nun doch nicht in Haft. Das Landgericht Potsdam habe die Anordnung von sechs Monaten Erzwingungshaft gegen die alleinerziehende Mutter aufgehoben, teilte Gerichtssprecher Sascha Beck mit. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hatte das Amt Beetzsee damit beauftragt, bei der Frau säumige Beiträge für das Jahr 2013 in Höhe von 309,26 Euro einzutreiben. Da die 43-Jährige sich weigerte, eine Erklärung über ihr Vermögen abzugeben, ordnete das Amtsgericht Brandenburg/Havel im August die Erzwingungshaft an.

Das Amt Beetzsee habe mitgeteilt, dass der rbb als Gläubiger unabhängig von der Entscheidung des Landgerichts den Haftbefehl nicht vollstrecken werde, erklärte Beck.

+++ 11.18 Uhr: Anti-Terror-Einsätze der Polizei in mehreren Bundesländern+++

In Thüringen ist die Polizei an mindestens vier verschiedenen Orten bei Anti-Terroreinsätzen aktiv. Laut übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich um einen akuten Terrorverdacht. Beteiligt seien auch Sondereinsatzkommandos und Sprengstoffhunde. Einsätze laufen in Suhl-Nord, Schmalkalden, Hildburgshausen und im Jenaer Stadtteil Lobeda. Laut dem MDR gehört der Einsatz zu einer Aktion in mehreren Bundesländern zu Terrorverdächtigen aus der islamistischen Szene. Zeitgleich wurden insgesamt zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht, berichtete das Thüringer Landeskriminalamt.

+++ 9.51 Uhr: Nach Lkw-Unfall: A7 bei Göttingen womöglich bis zum Abend voll gesperrt +++

Nach einem Verkehrsunfall ist die A7 zwischen den Anschlussstellen Göttingen und Hann. Münden-Hedemünden seit den Morgenstunden voll gesperrt, es bildeten sich kilometerlange Staus. Ein Lkw war nach Polizeiangaben auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern geraten und umgekippt. Im Zuge der Bergung des beim Unfall schwer verletzten Fahrers und der anschließenden Reinigung der Autobahn könnte die Sperrung womöglich noch bis zum Abend bestehen bleiben, heißt es. Die Polizei empfiehlt eine großräumige Umfahrung der Unglücksstelle.


+++ 9.00 Uhr: Mehrere Verletzte bei Explosion in Antalya +++

Bei einer Explosion vor der Handelskammer in der südtürkischen Urlaubermetropole Antalya sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz, zehn Menschen hätten sich durch Glassplitter Verletzungen zugezogen. Antalyas Bürgermeister Menderes Türel sagte laut DHA, niemand schwebe in Lebensgefahr. Es sei nicht erwiesen, dass es sich um einen Anschlag gehandelt habe.

Der Sender CNN Türk berichtete unter Berufung auf die Kammer, ein mit Gas betriebenes Auto könnte explodiert sein. Zu der Explosion kam es auf dem Parkplatz der Industrie- und Handelskammer in Antalya. Am Ort der Detonation waren Polizei und zahlreiche Krankenwagen.

+++ 8.23 Uhr: Aggressive Robbe attackiert Surfer +++

An einem australischen Strand nördlich von Sydney sind zwei Surfer von einer ungewöhnlich aggressiven Robbe attackiert worden. Wie die Lokalzeitung "Manly Daily" berichtete, ereignete sich der Vorfall am beliebten Strand Shelly Beach in Manly. Die Robbe biss dem Bericht zufolge einem 45-Jährigen in den Arm und schubste einen anderen Surfer von seinem Brett.

Nathan Shepherd musste sich nach dem Angriff im Krankenhaus behandeln lassen. Der 45-Jährige berichtete der Zeitung: "Ich dachte, es wäre großartig, da draußen einer Robbe zu begegnen. Sie schwamm zu mir heran. Sie schwamm ziemlich schnell - sie sprang aus dem Wasser und biss in meinen Oberarm." Shepherd brachte sein Surfbrett zwischen sich und den Angreifer und gelangte schließlich an Land.

Zuvor hatte die Robbe bereits den Surfer Tom Wallington überrascht: "Sie kam von unten hoch und schubste mich mit viel Kraft von meinem Brett", sagte er der Zeitung. Die Robbe habe zudem Bissspuren auf seinem Surfbrett hinterlassen.

+++ 7.21 Uhr: Jugendliche gar nicht erschrocken: Horrorclown mit Messer verletzt +++

Ein 14-Jähriger hat in Berlin einen Horror-Clown erst mit einem Messer am Hals verletzt, ihm dann aber Erste Hilfe geleistet. Der 16-Jährige erschreckte am Montagabend eine Gruppe von Jugendlichen mit einer Clownsmaske und einem Hammer, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Daraufhin ging der 14-Jährige auf ihn los. Später stellte sich heraus, dass sich die beiden kannten. Der 14-Jährige wurde vorläufig festgenommen, dann aber seinen Eltern übergeben. Seit Wochen gibt es in Deutschland Vorfälle, bei denen maskierte Horror-Clowns Passanten erschrecken.

+++ 7.12 Uhr: Die meisten deutschen Haushalte haben schnelles Internet +++

In Deutschland verfügen inzwischen mehr als 70 Prozent der Haushalte über schnelles Internet. Dies entspreche einem Anstieg um fast ein Viertel seit 2013, zitiert die "Passauer Neue Presse" aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind dem Bericht zufolge aber erheblich: Ganz vorne lägen die Stadtstaaten, heißt es demnach in der Regierungsantwort. In Hamburg verfügten 94,4 Prozent der Haushalte über Anschlüsse mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mehr als 100 Mbit, in Bremen seien es 93,6 Prozent, in Berlin 90,2 Prozent. Sachsen-Anhalt sei dagegen im bundesweiten Vergleich Schlusslicht. Dort kämen gerade einmal 43,9 Prozent der Haushalte auf mehr als 50 Mbit je Sekunde, in Mecklenburg-Vorpommern seien es 52,8 Prozent, in Brandenburg 57,2 Prozent.

+++ 4.20 Uhr: Mexikos Polizei findet 500 Meter langen Drogentunnel +++

Ermittler haben einen über 500 Meter langen Tunnel zum Schmuggel von Drogen zwischen Mexiko und den USA entdeckt. Der unterirdische Gang verfügt über Schienen, Beleuchtung und Ventilation, wie die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft mitteilt. Bei der Razzia in der Grenzstadt Tijuana beschlagnahmte die Polizei zudem über zwei Tonnen Marihuana. Die mexikanischen Verbrechersyndikate haben eine ganze Reihe von Tunneln unter der US-Grenze gegraben. Durch die unterirdischen Gänge werden Drogen in die Vereinigten Staaten und Waffen nach Mexiko geschmuggelt. Vor allem das Sinaloa-Kartell gilt als Meister des Tunnelbaus. Die kriminelle Organisation des inhaftierten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán beschäftigt sogar eigene Ingenieure.

+++ 3.06 Uhr: IS bekennt sich zu Anschlag auf Polizeischule +++

Bei der blutigen Attacke auf eine Polizeischule in Pakistans Unruheprovinz Baluchistan sind mehrere Dutzend Menschen getötet worden. Der Sender Geo TV berichtete unter Berufung auf Ärzte, es seien 51 Leichen in Krankenhäuser gebracht und 116 Menschen verletzt worden. Auch das Nachrichtenportal "Dawn" schrieb unter Berufung auf Behördenvertreter von 51 Toten. Der Innenminister von Baluchistan, Sarfraz Bugti, erklärte den stundenlangen Einsatz der Sicherheitskräfte in Quetta am Dienstagmorgen für beendet. Die bewaffneten Angreifer hatten den Polizeikomplex am Rande der Großstadt am Montagabend überfallen und dort wahllos um sich geschossen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich den Angaben zufolge rund 700 Kadetten in der Akademie auf. Medien berichteten von heftigen Feuerwechseln und schweren Explosionen auf dem Gelände. Etliche Kadetten wurden demnach als Geiseln genommen, die Täter verschanzten sich mit ihnen im Hauptgebäude. Der Polizeikomplex in Quetta war schon 2006 und 2008 angegriffen.

+++ 2.01 Uhr: 24 Tonnen Hühnerbrust nach Lkw-Unfall vernichtet +++

Ein Lastwagenfahrer hat auf der A3 die Kontrolle über seinen Lkw verloren und dessen Ladung aus 24 Tonnen Hühnerbrust komplett wertlos gemacht. Der Sattelschlepper des 49-Jährigen durchbrach zwischen dem bayerischen Rohrbrunn und Weibersbrunn eine Leitplanke und stürzte die Böschung hinunter, wie die Polizei mitteilte. Das Fahrzeug blieb auf der Seite liegen und musste mithilfe eines Krans geborgen werden. Zusätzlich erschwert wurde dies durch die schwere Ladung. Die Fahrbahn in Richtung Würzburg wurde für mehrere Stunden gesperrt. Wegen der Unterbrechung der Kühlkette musste das Hühnerfleisch nach Polizeiangaben komplett vernichtet werden.

+++ 0.05 Uhr: Vier Ku-Klux-Klan-Gruppen in Deutschland aktiv +++

In Deutschland sind nach Einschätzung der Bundesregierung derzeit vier Gruppen des vor allem aus den USA bekannten rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan aktiv. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, geht die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei von "sehr geringen Mitgliederzahlen" dieser Gruppen aus. Innerhalb der rechten Szene in Deutschland sei der Geheimbund lediglich ein Randphänomen. Die geringe Mitgliederzahl dürfe nicht über die Gefahr hinwegtäuschen, die von solchen Organisationen ausgehe, zitiert das Blatt die Linken-Politikerin Monika Renner. Der Rassismus des Klan spiele innerhalb der rechten Szene eine wichtige Rolle.

dho / DPA / AFP