Peking Ein "Hot-Pot" für die Potenz


Peking-Ente oder Huhn der Acht Kostbarkeiten gibt es auch im Chinarestaurant um die Ecke. Für wirklich Pikantes sollten man nach Peking fahren. Ein Restaurant hat sich dort auf ganz spezielle Genüsse spezialisiert und serviert Tier-Penisse - auf Wunsch auch gerne roh.

Hunde, Skorpione und manch anderes Getier kommen in Asien durchaus öfter auf den Tisch. Wem das jedoch nicht exotisch genug ist und wer etwas mehr Nervenkitzel beim Essen bevorzugt, der kommt um einen Besuch des Guolizhuang-Restaurants in Peking nicht herum. Hier gibt es Tiger, Yak oder Seehund - allerdings nicht als Filet, sondern nur ganz ausgesuchte Teile davon: die Penisse. Auf der Speisekarte stehen die männlichen Geschlechtsorgane von über 30 verschiedenen Tieren zur Auswahl.

Eine der Restaurant-Angestellten, die sich lieber Ernährungswissenschaftlerin als Kellnerin nennt, sagte BBC news: "Manche bestellen das Essen roh, wie Sushi." Anfänger sollten sich am "Hot Pot" versuchen: Penisse von sechs verschiedenen Tieren mit viererlei Sorten Hoden, gekocht am Tisch in Hühnerbrühe. Die meisten Restaurantbesucher seien Männer, wie die Angestellten im Guolozhuang der Chinadaily verrieten, doch auch Frauen könnten von dem ungewöhnlichen Genuss profitieren. Allerdings sollten sie auf die Hoden verzichten, da das Testosteron die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. Doch manche Frauen schwören geradezu darauf: es sei gut für die Haut.

Penisse sind nicht nur gut für die Potenz

Das Restaurant wurde laut chinadaily.com von einem Herrn Guo gegründet. Der Name Guolozhuang setze sich aus seinem Namen sowie dem seiner Frau (Li) und dem Spitznamen seines Sohnes (Zhuang) zusammen. Herr Guo floh 1949 aus China in die USA, und begann dort, die medizinische Wirkung von tierischen Geschlechtsteilen auf die Gesundheit des Menschen zu erforschen. Penisse und Hoden hätten wenig Cholesterin und seien fast schon ein Allheilmittel, nicht nur für die Potenz.

Bei besonders seltenen Gerichten ist auch der Preis exklusiv: Tiger-Penisse kosten den Gourmet fast 6000 US-Dollar und müssen monatelange im Voraus bestellt werden müssen. Obwohl der Handel mit Tigern in China illegal ist und die Tiere vom Aussterben bedroht sind, versichern die Angestellten: "Alle unsere Tiger sind garantiert an Altersschwäche gestorben." Dass Alterschwäche im Zusammenhang mit Potenz irgendwie befremdlich klingt, scheint bei dem Preis wohl eher nebensächlich zu sein.

Angelika Dehmel

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