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"Einfach weitermachen" Wegen Corona: Pilot verliert Job, schlägt sich 15 Monate mit Hilfsjobs durch und fliegt jetzt wieder

Pilot Morris Ogg postet seine Geschichte, die Hoffnung macht, auf LinkedIn. Dort listet er nicht nur die Jobs auf, die er in den letzten 15 Monaten gemacht hat, sondern ermutigt auch seine Leidensgenoss:innen, einfach weiterzumachen und die Hoffnung nicht aufzugeben.
Pilot Morris Ogg postet seine Geschichte, die Hoffnung macht, auf LinkedIn. Dort listet er nicht nur die Jobs auf, die er in den letzten 15 Monaten gemacht hat, sondern ermutigt auch seine Leidensgenoss:innen, einfach weiterzumachen und die Hoffnung nicht aufzugeben.
© LinkedIn/Morris Ogg
Der Niederländer Morris Ogg verliert aufgrund der Coronakrise seinen Job als Pilot. Trübsal blasen? Von wegen. Ogg schlägt sich 15 Monate wacker und arbeitet unter anderem als Fahrradkurier, hilft im Krankenhaus und geht wieder zur Universität. Mit seinem Posting will er anderen Pilot:innen Hoffnung machen.

Es ist eine Geschichte, die Hoffnung machen soll: Seit 2016 flog der Niederländer Morris Ogg für FlyDubai, doch die Coronakrise zwang ihn, wie viele seiner Kolleg:innen, auf dem Boden zu bleiben. Im März 2020 verlor Ogg seinen Job. Ein Grund, um Trübsal zu blasen. Nicht so für Ogg, denn die nächsten 15 Monate haben ihr gelehrt, wie dankbar er für seine Resilienz und seinen positiven Blick aufs Leben sein kann. Auf seinem LinkedIn-Profil teilt er seine Geschichte, auch um anderen Pilot:innen, die das gleiche Schicksal ereilt hat, Hoffnung zu machen.

"Im März 2020 habe ich meinen Job als Pilot verloren. Also, was macht man, wenn es schwierig wird? Einfach weitermachen!", schreibt Ogg auf seinem Linkedin-Profil und listet danach die Jobs auf, in denen er in den letzten 15 Monaten beschäftigt war. Vom Himmel auf den Boden, vom Flugzeug aufs Fahrrad. Zuerst arbeitete Ogg als Fahrradkurier für die niederländische Version von "Lieferando". Er hätte nicht gedacht, das jemals zu tun. Aber heute sieht er das Positive: "Es war zumindest eine tolle Möglichkeit, meine Zeit zu verbringen und meine neue Heimatstadt Amsterdam kennenzulernen." 

Odyssee auf dem Arbeitsmarkt mit Happy End

Vom Fahrrad ging's schließlich in den Lieferwagen und Ogg lieferte Lebensmittel in Nord-Holland aus. Schließlich verschlug es ihn in den Gesundheitsbereich. Im Akademischen Krankenhaus Maastricht händigte der Niederländern Schutzmasken aus und erledigte viele andere Aufgaben, die im Krankenhaus anfielen. Nebenbei nahm der Pilot noch ein Studium für internationale Wirtschaftswissenschaften auf, an der Universität schloss er viele Freundschaften. Am meisten genoss er aber den Job als KYC Analyst bei Rabobank, dort half er der Bank, Betrugsfälle und andere finanzielle Verfehlungen aufzudecken. "Dieser Job hat mir am meisten Spaß gemacht. Nicht nur wegen der Stabilität, die er in Bezug auf die Arbeitsbedingungen bot, sondern weil auch die Arbeit selbst sehr interessant war."

"Einfach weitermachen": Wegen Corona: Pilot verliert Job, schlägt sich 15 Monate mit Hilfsjobs durch und fliegt jetzt wieder

Vor wenigen Tagen endete schließlich seine Odyssee auf dem Arbeitsmarkt. Ogg unterschrieb einen Pilotenvertrag mit Tui und ist mehr als dankbar. "Ich könnte nicht begeisterter von dieser neuen Gelegenheit sein. An alle Jungs und Mädels, Männer und Frauen in ähnlicher Situation: Das Ende ist in Sicht, ihr seid hier oben bei mir, bevor ihr es merkt!"

dsw

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