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Preisverleihung in Passau: Dalai Lama lobt Demokratie in Deutschland

Der Dalai Lama betrachtet die Demokratie in Deutschland als vorbildlich. Seit Kriegsende sei die Bundesrepublik nicht nur wirtschaftlich sehr gut vorangekommen, sondern habe auch eine "echte Demokratie" entwickelt.

Der Dalai Lama betrachtet die Demokratie in Deutschland als vorbildlich. Seit Kriegsende sei die Bundesrepublik nicht nur wirtschaftlich sehr gut vorangekommen, sondern habe auch eine "echte Demokratie" entwickelt, sagte er am Dienstag in Passau. "Das bewundere ich." Er habe eine enge emotionale Verbundenheit zu Deutschland, sagte das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten.

Der Dalai Lama war zur Verleihung des "Menschen in Europa"-Preises der Verlagsgruppe Passau nach Niederbayern gekommen. Das Medienhaus ("Passauer Neue Presse") ehrte den 75-Jährigen als Symbol der Toleranz. "Kein anderer zeigt unserer Gesellschaft so geduldig, beharrlich und eindrücklich, dass es immer nur der friedliche Weg sein kann, der zum Ziel führt", teilte die Verlagsgruppe mit.

In der Vergangenheit hatten bereits andere hochrangige Politiker die Auszeichnung erhalten, darunter der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, der israelische Politiker Schimon Peres und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Nach Ansicht des Dalai Lama hat bei vielen Menschen ein Umdenken begonnen, die inneren Werte seien wichtiger geworden. "Das hat nichts mit Religion zu tun." Auch Milliardäre seien oftmals nicht glücklich. "Sie haben zu viel geistigen Stress und Ängste, und das geht mit Geld nicht weg", meinte der 75-Jährige. Auf die Frage nach seiner Heimat antwortete er: "Dieser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause."

DPA / DPA
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