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Tennessee Reinigungsmittel statt Wasser serviert: Restaurantkette muss 9 Mio. Dollar Schadensersatz zahlen

Tennessee
Dem Mann soll im April 2014 in einem Frühstücksrestaurant der Kette "Cracker Barrel" versehentlich eine Mischung aus Wasser und Eco- San, einem handelsüblichen Bleichmittel, serviert worden sein
© Richard Villalonundefined undefined / Getty Images
Vor acht Jahren wurde einem Mann im US-Bundesstaat Tennessee in einem Frühstücksrestaurant Reinigungsmittel statt Wasser serviert. Jetzt bekam er eine Entschädigung zugesprochen. Das Unternehmen muss ihm neun Millionen Dollar zahlen.

Die Restaurantkette "Cracker Barrel" muss einem Mann neun Millionen Dollar Schadensersatz zahlen, nachdem ihm im April 2014 in einem Frühstücksrestaurant in Marion County im US-Bundesstaat Florida  Reinigungsmittel statt Wasser serviert wurde.

Anhaltende Beschwerden im Magen-Darm-Trakt

Eine Bedienung soll ihm laut NBC News aus Versehen eine Mischung aus Wasser und Eco-San, einem handelsüblichen Bleichmittel, gebracht haben – das bestätigt die Klageschrift und eine offizielle Pressemitteilung des Rechtsanwalts des Mannes. Der Betroffene soll seither unter schweren, anhaltenden Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Krämpfen, Blähungen, Sodbrennen und Durchfall leiden. Laut Angaben wurde er nach dem Vorfall notfallmedizinisch versorgt.

Mehr als neun Millionen Dollar Schadensersatz

Nach Einschätzungen eines Gerichtes beläuft sich der erlittene Schaden des Mannes auf 4,3 Millionen Dollar ausgleichenden und fünf Millionen Dollar verschärfenden Schadensersatz. Die Restaurantkette widerspricht den Kosteneinschätzungen des Gerichtes. "Es handelt sich um einen bedauerlichen Einzelfall, welcher vor mehr als acht Jahren in einem unserer Restaurants stattgefunden hat.", so ein Sprecher von "Cracker Barrel". Das Restaurant werde jedoch keinen Einspruch einlegen, es sei froh, den Fall hinter sich lassen und sich so besser auf die Bedürfnisse von Gästen und Mitarbeitern fokussieren zu können.

Laut Angaben des US-Amerikanischen Senders NBC verhindert eine gesetzlich festgelegte Obergrenze für Schäden im Wirtschaftsbereich, dass der Mann die volle Summe der Schadensersatzzahlung behalten darf. Der Rechtsanwalt des Mannes beklagt, dass die gesetzliche Obergrenze lediglich Unternehmen und Versicherungsgesellschaften schütze und dabei die vernachlässige die, die ernsthafte gesundheitliche Probleme haben. Abseits der Beschränkungen sei sein Klient jedoch zufrieden mit dem Prozessausganges, so der Rechtsanwalt. Wenn er es sich jedoch aussuchen dürfte, würde er auf die Geldsumme aber lieber verzichten und die Zeit zurückdrehen, um den Vorfall rechtzeitig zu verhindern.

Quelle:NBC news

stz

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