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Rekordpreise für Benzin: 2012 laut ADAC teuerstes Jahr für Autofahrer

2012 könnte für Autofahrer zum bislang teuersten Jahr aller Zeiten werden. Satte 8,8 Cent mehr als im Vorjahr kostete der Liter Super E10 bislang. Im September war Benzin bislang am teuersten.

Das Rekordhoch der Spritpreise könnte 2012 für Autofahrer nach Einschätzung des ADAC zum bislang teuersten Jahr aller Zeiten machen. Schon nach den ersten neun Monaten lasse sich "bereits absehen, dass das laufende Jahr als bislang teuerstes Tankjahr in die Geschichte eingehen dürfte", teilte der ADAC am Montag in München mit. Für den Liter Super E10 hätten Autofahrer von Januar bis September durchschnittlich 1,610 Euro zahlen müssen. Im Gesamtjahr 2011 seien es 1,522 Euro je Liter gewesen - also 8,8 Cent weniger.

Etwas geringer in den ersten neun Monaten sei der Preisanstieg beim Diesel im Vergleich zum Vorjahr ausgefallen, teilte der ADAC mit. Der Literpreis von Januar bis September habe im Schnitt bei 1,477 Euro gelegen. Im Gesamtjahr 2011 seien es 6,6 Cent weniger gewesen.

Bisheriges Allzeithoch am 13. September 2012

Im September habe der Liter Super E10 an den Tankstellen im Schnitt 1,671 Euro gekostet, teilte der ADAC mit. Dies seien 1,5 Cent mehr gewesen als im August. Diesel habe 1,2 Cent mehr gekostet, der Literpreis habe bei 1,524 Euro gelegen.

Entsprechend haben die Rekordstände beim Benzinpreis den September laut ADAC zum bislang teuersten Tankmonat gemacht. Im Durchschnitt der vergangenen vier Wochen mussten Autofahrer in Deutschland 1,671 Euro für einen Liter Super E10 auf den Tisch legen, so viel wie keinen Monat zuvor, wie der Autoclub am Montag in München mitteilte. Das bisherige Allzeithoch erreichte der Spritpreis demnach am 13. September: An diesem Tag kostete der Liter 1,709 Euro im bundesweiten Durchschnitt. Der Benzinpreis schwankt je nach Region und Tag teilweise deutlich und kann an einzelnen Stationen erheblich vom Durchschnittspreis abweichen.

Der ADAC kritisierte die hohen Spritpreise im September an den Tankstellen massiv. Diese seien "zu keinem Zeitpunkt des vergangenen Monats gerechtfertigt gewesen". Stattdessen hätten es "die Mineralölkonzerne verstanden, trotz der insgesamt günstigen Ölpreisentwicklung und des wieder erstarkten Euros den Autofahrern besonders tief in die Tasche zu greifen".

jat/AFP/DPA / DPA
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