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Rhein-Hochwasser: Am Samstag wird U-Bahn-Baugrube in Köln geflutet

Die Flutung der gefährdeten U-Bahn-Baustelle in der Kölner Innenstadt soll am Samstagmittag beginnen. Das teilten die Stadt und die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) nach einer Sitzung des Koordinierungsstabes am Freitag mit. Zunächst sollen bis Sonntagmorgen 14 500 Kubikmeter Wasser eingepumpt werden.

Die Flutung der gefährdeten U-Bahn-Baustelle in der Kölner Innenstadt soll am Samstagmittag beginnen. Das teilten die Stadt und die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) nach einer Sitzung des Koordinierungsstabes am Freitag mit. Zunächst sollen bis Sonntagmorgen 14.500 Kubikmeter Wasser eingepumpt werden.

Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Bauherr der neuen Haltestelle Heumarkt und sieben weiterer unterirdischer Bahnhöfe, hatte angegeben, bei rund 6,50 Metern zu fluten. Damit soll Druckausgleich in der Grube geschaffen und die Stabilität der Wände erhöht werden.

Der Stadt-Sprecher betonte, maßgebend sei nicht das Rhein- Hochwasser, sondern der Grundwasser-Stand, der langsamer zunehme als der Rhein-Pegel. Die Wasserhöhe wird alle 30 Minuten im Bauschacht gemessen. Grund für die Maßnahme ist Baupfusch an der Großbaustelle. Stabilisierende Eisenbügel fehlen in den Wänden in teilweise drastischem Ausmaß.

Die Stadt versuchte Anwohner zu beruhigen: "Ein Überlaufen der Baustelle, das Eindringen von Wasser in benachbarte Gebäude oder gar eine erhöhte Einsturzgefahr sind nicht zu erwarten", hieß es in einer Pressemitteilung. Das Baukonsortium unter Federführung des Mannheimer Konzerns Bilfinger Berger wollte bis Freitagmittag über die Probleme an den Baustellen aufklären.

DPA / DPA
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