Russland Arbeitslose sollen nach Gold graben


Russland greift angesichts der desolaten Wirtschaftslage zu ungewöhnlichen Mitteln und will seinen Bürgern das Goldschürfen erlauben. Im Gebiet Magadan sollen Arbeitslose und Rentner kleine Parzellen nach dem Edelmetall absuchen.

Dmitri Medwedews Kreativität im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit treibt bizarre Blüten: Probeweise will Russlands Präsident den Bedürftigen des Landes erlauben, in Flüssen und Abraumhalden ehemaliger Goldvorkommen nach dem begehrten Metall zu suchen. Nach Angaben der Tageszeitung "Iswestija" wies Medwedew die Regierung an, eine entsprechende Erlaubnis für das an Bodenschätzen reiche Gebiet Magadan im Fernen Osten Russlands zu prüfen.

Dabei geht es vornehmlich um Parzellen, in denen keine nennenswerten Vorkommen verzeichnet sind. Der Staat hält ein Monopol bei der Goldgewinnung, laut Medwedew stünden viele Arbeitslose und Rentner bereit, um nach Gold zu graben und in Flüssen zu sieben. Infolge der Wirtschaftskrise sei die Zahl der Arbeitslosen auf sechs Millionen angestiegen. Russland zählt weltweit zu den wichtigsten Gold-Fördernationen, gerade in der Finanzkrise erfreut sich das Edelmetall starker Nachfrage und gilt als sichere Wertanlage. Der Goldpreis liegt bereits bei 900 bis 1000 Dollar je Feinunze.

DPA DPA

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