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Suche nach Tierquäler: Kater bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen - Notoperation rettet das Tier

Kater Rudolf musste schwere Verletzungen erleiden – unter anderem wurde ihm das Fell teilweise abgezogen. Dank einer Notoperation konnte das Tier aus Hormersdorf im Erzgebirge gerettet werden. Die Polizei fahndet jetzt nach dem Tierquäler.

Katze erhält eine Spritze beim Tierarzt

So entspannt wie dieser Kater war der arme Rudolf beim Tierarzt sicher nicht. (Symbolbild)

Getty Images

In Sachsen wurde ein Kater von seiner Familie in einem schrecklichen Zustand wieder vorgefunden: neben anderen schlimmen Verletzungen, wurde sein Fell vom unbekannten Täter teilweise abgezogen. Als die Familie den verletzten Kater fand, fuhren sie sofort zum Tierarzt. Sie vermuteten zuerst, dass das Tier einem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen war. Beim Arzt konnte Rudolf dann mit einer zweistündigen Notoperation gerettet werden. Sein junges Alter trug wohl dazu bei, dass alles gut ausging – nur sein Schwanz konnte nicht gerettet werden, den musste der Arzt amputieren.

Anderweitige Ursachen für die schweren Verletzungen sind auszuschließen

"Es gab auch die Überlegung, den zehn Monate alten Kater einzuschläfern. Doch unsere ganze Familie hängt an ihm. Das hätten wir unseren Kindern nicht antun können", sagte Rudolfs Besitzerin Corina Tittmann der "Freien Presse". Familie Tittmann sei glücklich über den Verlauf der OP, aber geschockt von dem Urteil des Arztes, dass die Verletzungen nicht einem Verkehrsunfall geschuldet sein könnten. Der Arzt erklärte der Familie, es habe sich um einen Fall von Tierquälerei gehandelt. "Der Tierarzt entdeckte zwei Schnitte und schloss damit eine anderweitige Ursache für die schwere Verletzung aus."

Via Social Media hat sich die Nachricht vom Schicksal des Katers schnell verbreitet – der Beitrag der Familie auf Facebook wurde knapp 2600 Mal geteilt und etwa 1700 Mal kommentiert. Facebook-User teilen ihr Mitgefühl mit dem Kater und seiner Familie und sind geschockt über die Tat. Steven Tittman, Besitzer des Katers, stellte sogar eine Belohnung von 200 Euro für Hinweise auf den Täter in Aussicht. Laut der "Freien Presse" wurden insgesamt 500 Flugblätter in Hormersersdorf, dem Wohnohrt des Katers und seiner Familie, und Umgebung verteilt.

Belohnung für Hinweise auf den Täter

Auf Facebook wurde sogar schon Geld für die Behandlung von Rudolf gesammelt. "Bei allen, die sich an der Belohnung beteiligen möchten, erstmal vielen Dank. Und wir liegen (...) mittlerweile bei über 1500 Euro", schrieb Steven Tittmann in einem Facebook-Posting. Die Behandlung des Katers sei noch nicht ganz abgeschlossen, vermutlich müsse Rudolf noch einmal operiert werden. "Die Kosten für den Tierarzt betragen vermutlich rund 600 Euro", schätzte Corina Tittmann. "Vielleicht hat er Glück, und das Fell wächst nach, damit er nicht so viele Narben behält", wünscht sie sich. 

Hinweise zum Täter nimmt das Polizeirevier in Stollberg entgegen, Telefon: 037296 900.

Quelle: "Freie Presse"

Eine schwarze, struppelige Katze liegt auf einer weißen Decke und schaut in die Kamera
lber