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Salomonen: Hilfsgüter-Schiff endlich ausgelaufen

Fast eine Woche nach dem schweren Wirbelsturm im Südpazifik ist ein Schiff mit Hilfsgütern zu den am schwersten betroffenen Inseln der Salomonen entsandt worden.

Ein Patrouillenboot mit Hilfsgütern sei am späten Donnerstagabend aus dem Hafen der Hauptstadt Honiara aus ausgelaufen, teilte die Katastrophenschutzbehörde der Salomonen mit. Es soll in zwei bis drei Tagen die vom Sturm verwüsteten Inseln erreichen, von denen Tikopia und Anuta am schwersten betroffen sind. Das Schicksal Tausender Inselbewohner war auch am Freitag weiter unklar. In den vergangenen Tagen war die Kritik an der schleppenden Reaktion der Inselregierung auf das Unglück immer lauter geworden. Neben Australien bot auch Deutschland der auf ausländische Hilfe angewiesenen Regierung Unterstützung bei der Bewältigung der Katastrophe an.

Das Schicksal der Einwohner ist unbekannt

Die Katastrophenschutzbehörde teilte am Donnerstag mit, der Sturm habe mindestens zwei Dörfer auf der Insel Tikopia hinweggefegt. Über das Schicksal der etwa 700 Einwohner sei nichts bekannt. Zuvor hatte ein Sprecher der australischen Hilfsorganisation AusAID gesagt, die Auswirkungen des Zyklons „Zoe„ seien offenbar nicht so schwer, wie zunächst befürchtet. Zu den etwa 3700 Bewohnern der fünf betroffenen Inseln bestand weiter kein Kontakt. Die Funkverbindung war seit dem Sturm am Sonntag abgerissen. Ein Flugzeug der australischen Luftwaffe hatte die Region zwar am Mittwoch überflogen, wegen fehlender Landebahnen sind die Inseln jedoch nur per Schiff zu erreichen. Die aus 2000 Inseln bestehenden Salomonen liegen rund 1700 Kilometer nordöstlich von Australien.