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Sex-Unfall bei Dienstreise: Australische Beamtin fordert Schmerzensgeld

Coitus interruptus mit Folgen: Beim Sex ist einer australischen Beamtin im Hotel ein Lampenschirm auf den Kopf gefallen. Jetzt hat sie ihren Arbeitgeber auf Schmerzensgeld verklagt. Schließlich fand der Geschlechtsverkehr auf einer Dienstreise statt.

Beim Sex im Hotel ist einer australischen Beamtin ein Lampenschirm auf den Kopf gefallen - dafür hat sie ihren Arbeitgeber nun auf Schmerzensgeld verklagt. Die Frau habe einen Anspruch auf Entschädigung, weil sie wegen einer Tagung im Rahmen ihrer Arbeit im Hotel genächtigt habe, sagte ihr Anwalt Leo Grey am Mittwoch vor Gericht. Durch den gläsernen Lampenschirm, der von der Wand am Kopfende des Bettes auf sie herabgestürzt war, hatte die Frau demnach Verletzungen an Nase, Mund und Gebiss erlitten. Außerdem habe sie mit psychischen Folgen des Unfalls zu kämpfen.

Seine Mandantin sei bei einem "normalen Vorfall, der üblicherweise nachts in Motelzimmern stattfindet", verletzt worden, so Grey. Sie sei nicht verpflichtet gewesen, eine offizielle Erlaubnis einzuholen, um mit jemandem ihr Hotelbett zu teilen. "Wir leben schließlich nicht mehr in den 1920er Jahren", fügte der Anwalt hinzu.

Die Gegenseite sieht das freilich anders: Die Anwälte argumentierten, die Frau habe sich die Verletzung ja nicht bei Ausübung ihrer Tätigkeit zugezogen. Beamte müssten zwar während der Dienstreisen essen und schlafen, "aber sie brauchen keinen Sex", meinte ein Anwalt. Die Klägerin arbeitet für ComCare, die Regierungsbehörde für Sicherheit am Arbeitsplatz.

jwi/DPA/AFP / DPA
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