Sicherheitsmängel Wuppertaler Schwebebahn steht bis April 2010 still


Die berühmte Wuppertaler Schwebebahn legt bis April wegen Sicherheitsmängeln einen Zwangsstopp ein. Seit Dienstag steht die historische Bahn, die täglich etwa 85 000 Fahrgäste transportiert, still.

Die berühmte Wuppertaler Schwebebahn legt bis April wegen Sicherheitsmängeln einen Zwangsstopp ein. Seit Dienstag steht die historische Bahn, die täglich etwa 85 000 Fahrgäste transportiert, still. Ein neues Gutachten hatte nach Angaben der Wuppertaler Stadtwerke den zunehmend schlechter werdenden Zustand einiger Gerüstteile offengelegt.

In den kommenden vier Monaten sollen an den "Problemzonen" die zum Teil 100 Jahre alten Stahlteile ausgetauscht werden, sagte Stadtwerkesprecher Holger Stephan. Nach den Osterferien 2010 soll das Wuppertaler Wahrzeichen wieder Fahrt aufnehmen.

"Die Bauteile altern rapide, hat sich herausgestellt", sagte Stephan. Vor allem sinkende Temperaturen machten dem alten Baumaterial zu schaffen. Während der Bauarbeiten transportieren Busse die Passagiere. Viele Wuppertaler nutzen das historische Gefährt, um damit zur Arbeit zu kommen.

Bereits seit 1997 laufen Sanierungsarbeiten am Gerüst und an den Bahnhöfen der Schwebebahn. Die Gesamtkosten der Arbeiten belaufen sich nach Angaben Stephans auf 480 Millionen Euro. 2014 soll die Schwebebahn wieder komplett hergerichtet sein, inklusive neuer Wagen.

Die erste offizielle Fahrt absolvierte die Wuppertaler Schwebebahn im Jahr 1901. Die Zahl der Unfälle hielt sich in mehr als 100 Jahren in Grenzen. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich 1999. Eine von Bauarbeitern vergessene Metallkralle brachte die Bahn zum Entgleisen und ließ sie in die Wupper stürzen. Fünf Menschen starben, 47 wurden verletzt.

DPA DPA

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