HOME

Statistik zu Unfällen: Wildschweine kommen häufiger unter die Räder

Mehr überfahrene Wildschweine, weniger tote Rehe: Zwischen April 2010 und März 2011 starben deutlich mehr Borstentiere auf Deutschlands Straßen als im Vorjahr. Doch dafür gibt es eine einfache Erklärung.

Wildschweine leben gefährlich: Auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jagdjahr 40 Prozent mehr Wildschweine überfahren worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Deutsche Jagdschutzverbandes (DJV) teilte mit, dass zwischen April 2010 und März 2011 rund 25.800 Tiere bei Unfällen starben. Der Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass sich Wildschweine in den zurückliegenden Jahrzehnten stark vermehrt hätten.

Besonders groß sei das Unfallrisiko im Oktober und November, da dann die Maisernte die Tiere in den Feldern aufschrecke. Größere Gruppen Wildschweine seien aber auch tagsüber auf den Straßen unterwegs. Der DJV empfiehlt darum, in der Nähe von Maisfeldern und Waldrändern besonders vorsichtig zu fahren. Ein Wildschwein entfalte beim Aufprall eine Gewichtskraft, "die ungefähr einem Nashorn entspricht, das sich auf die Motorhaube setzt", teilte der Verband mit.

Die Zeitumstellung an diesem Wochenende erhöhe nochmals das Unfallrisiko: Sie verlagere den Berufsverkehr für mehrere Wochen in die Dämmerung, wenn besonders viele Wildtiere unterwegs seien.

Etwas seltener als im Vorjahr kam es zu Unfällen mit Rehen - ein Minus von 6 Prozent. Allerdings machen sie mit 205.000 getöteten Tieren weiter den größten Teil in der Wildunfall-Statistik aus. Insgesamt wurden rund 238.000 Wildtiere überfahren.

cjf/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel