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Staubstürme und Gewitter: 98 Tote in Indien - viele Menschen starben im Schlaf, als ihre Häuser einstürzten

Heftige Stürme haben im Norden Indiens zahlreiche Todesopfer gefordert. Besonders tragisch: Viele der Gestorbenen starben offenbar zu Hause im Schlaf.

Stürme Indien

Eine Familie steht in Agra vor einer umgestürzten Mauer ihre Hauses. Sie hatten noch Glück: Viele Menschen wurden im Schlaf von einstürzenden Mauern und Dächern erschlagen.

Nach den Sandstürmen und heftigen Gewittern im Norden Indiens ist die Zahl der Todesopfer auf 98 gestiegen. Es gebe 65 Todesfälle im Bundesstaat Uttar Pradesh und 33 weitere im Nachbarstaat Rajasthan, teilten die dortigen Katastrophenschutzbehörden am Donnerstag mit. Zuvor war von mindestens 77 Toten und 143 Verletzten die Rede gewesen.

Wie die "Times of India" schreibt, fegte der Wind am Mittwochabend mit bis zu 130 Stundenkilometern über Agra hinweg, wo auch das weltberühmte Taj Mahal steht. Viele Menschen starben demnach, als die Wände und Dächer ihrer Häuser einstürzten. "In den meisten Fällen haben die Opfer geschlafen", zitiert die Zeitung einen Polizisten. Allein in Agra kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur DPA 36 Menschen ums Leben.

Ein Staubsturm suchte am Abend den Norden Indiens heim

Ein Staubsturm war am Mittwochabend (Ortszeit) über die Region, zu der auch die Hauptstadt Neu Delhi gehört, hinweggefegt - gefolgt von Regen, Blitzen und Donner. Dabei waren Bäume und Telefonmasten umgestürzt und hatten Häuser sowie Menschen getroffen. Im Sommer - der in Indien inzwischen begonnen hat - kommen solche Stürme im Norden des Landes häufig vor.

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rös / DPA