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Bundespolizei ermittelt: Anschlag auf Bahnstrecke Hamburg – Sylt: Zug hätte entgleisen können

Die Bundespolizei ermittelt nach einem Anschlag auf die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Sylt. Unbekannte haben dort Betonplatten auf die Gleise gelegt. Die Folgen hätten verheerend sein können.

Betonplatten auf den Schienen der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt

Die unbekannten Täter legten die Betonplatten direkt auf die Schienen der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt

Die Fahrgäste des Regionalexpresses 11016 von Hamburg-Altona nach Westerland auf der Nordseeinsel Sylt sind am Montagnachmittag möglicherweise nur knapp einer Katastrophe entgangen.

Kriminelle haben nach Angaben der zuständigen Bundespolizei in Flensburg in Höhe der Gemeinde Struckum im Kreis Nordfriesland zwischen Husum und Niebüll mehrere Betonplatten auf das Gleis gelegt. Um 14.43 Uhr raste der rund 100 Stundenkilometer schnelle Zug in das Hindernis und wurde glücklicherweise nur beschädigt. Verletzte wurden nicht gemeldet, die Fahrgäste nahmen lediglich einen lauten Knall wahr.

Polizei sucht Zeugen des Anschlags auf Zug nach Sylt

Der Lokführer brachte den Zug zum Stehen und setzte einen Notruf ab. Der Bahnverkehr auf der sogenannten Marschbahnstrecke wurde sofort gestoppt und die Bundespolizei alarmiert.

Nach dem Eintreffen entdeckten die Beamten in der Nähe weitere sechs Betonplatten auf den Schienen – ausbalanciert und aufeinandergestapelt, wie auf dem von der Bundespolizei veröffentlichten Foto zu sehen ist. Die Folgen hätten verheerend sein können. "Diese Betonplatten hätten beim Überfahren mit Sicherheit zu größeren Beschädigungen, im schlimmsten Fall sogar zu einer Entgleisung des Zuges führen können", teilte ein Sprecher der Behörde mit. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen und sicherte vor Ort Spuren.

Im Bahnverkehr in der Region kam es in Folge des Anschlags zu Verzögerungen.

Die Bundespolizeiinspektion Flensburg sucht jetzt Zeugen und fragt: Wer hat in dem Bereich der Eisenbahnbrücke in Stockrum am Montag zwischen 14.30 Uhr und 15.15 Uhr Personen beobachtet oder kann weitere Angaben zu dem Vorfall machen. Unter der Telefonnummer (0461) 31320 nehmen die Ermittler Hinweise entgegen.

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Quellen: Bundespolizei Flensburg, Deutsche Bahn, Nachrichtenagentur DPA

wue