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Staatsanwaltschaft gibt Auskunft: Vergewaltigung in Freiburg: Zwei weitere Verdächtige, Hauptbeschuldigter ist "Intensivtäter"

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung von Freiburg haben Staatsanwaltschaft und Polizei sich zum Ermittlungsstand geäußert. Die Verdächtigen sind größtenteils polizeibekannt.

Der Hauptverdächtige im Fall der Freiburger Gruppenvergewaltigung ist ein "Intensivtäter". Diese Einschätzung teilte die Polizei auf einer Pressekonferenz mit. Der inzwischen 22-jährige Syrer ist demnach durch drei Körperverletzungen und zwei Sexualstraftaten polizeilich in Erscheinung getreten und soll zudem in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein (lesen Sie hier mehr zu seiner Vorgeschichte). Es gebe zudem Hinweise auf eine Mitgliedschaft des Verdächtigen in der Kurdenmiliz YPG, so die Staatsanwaltschaft.

+++ Einen ausführlichen Bericht zur Pressekonferenz mit den wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Fall lesen Sie hier +++

Der 22-Jährige sitzt inzwischen mit sieben weiteren Verdächtigen in Untersuchungshaft. Die acht Männer  im Alter von 19 bis 29 Jahren, darunter ein Deutscher und sieben syrische Flüchtlinge, sollen Mitte Oktober in der Nähe einer Freiburger Diskothek nacheinander eine 18-Jährige vergewaltigt haben. Nur bei zwei Beschuldigten gebe es keine Einträge in den Akten der Polizei, wie die Behörde weiter mitteilte.

Zunahme von Sexualdelikten in Freiburg

Die Ermittler suchen indes nach zwei Unbekannten, deren DNA ebenfalls am Körper des Opfers gefunden wurde und die in Verdacht stehen, die junge Frau ebenfalls vergewaltigt zu haben.

Die 18-Jährige werde juristisch und seelsorgerisch betreut, teilten die Ermittler mit. Sie wirke "stabil".

Der Freiburger Polizeipräsident Bernhard Rotzinger gestand auf der Pressekonferenz ein, dass es im laufenden Jahr einen starken Anstieg von Sexualdelikten in der Stadt gibt. Im Vergleich zum Anteil an der Freiburger Bevölkerung seien Ausländer dabei überproportional häufig tatverdächtig. Die Freiburger Polizei werde mit anderen Behörden und dem Innenministerium gemeinsam daran arbeiten, die Sicherheitslage zu verbessern, sagte Rotzinger den Bürgerinnen und Bürgern zu.